Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 03. April 2012

Spaßbad ist nur schöner Traum

Autor: Jens Michaelis

Die Linke

Grundsätzlich möchte DIE LINKE ein Spaßbad für Travemünde, dieses kann aber nicht aus kommunalen Mitteln bezahlt werden. Eine neue jährliche Mehrbelastung für den Lübecker Haushalt ist zurzeit aus finanziellen Zwängen nicht möglich. Die Projekte des Investors basieren allerdings immer auf einem deftigen Zuschuss der Kommunen, das sind erfahrungsgemäß mindestens zwei Drittel der gesamten Bausumme. Zum Beispiel: bei einem Spaßbad im Schwarzwald wurde dieser Zuschuss auf 22 Jahre gestreckt, auf Lübeck bezogen würde es eine jährliche Zahlung von über einer Million Euro ausmachen. Auch mögliche Eintrittspreise von rund 20 Euro pro Person würden sich sozial schwächer gestellte Lübecker Familien kaum leisten können. Gerade wegen der hohen Eintrittspreise in solch einem Spaßbad, ist das städtische Schwimmhallenangebot aufrecht zu erhalten. Eine Schließung von städtischen Schwimmhallen zu Gunsten des teuren Vergnügens im Spaßbad kommt für uns nicht in Frage. Außerdem bezweifeln wir auch die Wirtschaftlichkeit so eines Großprojektes, das in Konkurrenz zu den Spaßbädern in Scharbeutz und Wismar stehen würde. Noch schlimmer als ein Travemünde ohne Bad, ist ein Travemünde mit einer riesigen Bauruine. Wir sollten aus dem Drama Aquatop gelernt haben.

 

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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