Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 24. April 2012

Zwei neue Windanlagen für Lübeck

2.500 Lübecker Haushalte sollen ab Anfang Juli versorgt werden

Bei Ovendorf entstehen zwei neue Windkraftwerke. Sie werden ab Anfang Juli rund 2.500 Lübecker Haushalte versorgen. Annie Lykke Gregersen, Geschäftsführerin der Stadtwerke Lübeck, kletterte am vergangenen Montag in den Bagger und setzte den ersten Spatenstich.

Vorgesehen ist die Errichtung von zwei Windenergie-Anlagen mit je 2,3 MW Leistung bei Pöppendorf und Ivendorf nördlich von Lübeck. Mit dem ersten Spatenstich beginnen zunächst die Arbeiten an den Fundamenten, der Aufbau der Anlagen mit einer Gesamthöhe von rund 120 Metern ist anschließend ab Mitte Juni vorgesehen. Mit den beiden Windrädern kann der Strombedarf von 2.500 Haushalten gedeckt werden. Die Inbetriebnahme soll noch im Sommer erfolgen. Die Stadtwerke investieren rund sechs Millionen Euro in die beiden Anlagen.

„Auf diesen Fundamenten ruht eine wichtige Säule von Lübecks Energiezukunft. Windkraft spielt eine bedeutende Rolle im künftigen Energiemix und damit der Energieversorgung für die Hansestadt“, sagte Annie Lykke Gregersen, Geschäftsführerin der Stadtwerke Lübeck.

Die beiden neuen Windräder ersetzen vier alte, kleinere Anlagen. Bereits abgebaut wurde der Stadtwerke-Windpark Brodten - hier hatten die Stadtwerke Lübeck seit den 90er Jahren drei Windenergieanlagen betrieben. Noch in diesem Jahr wird auch die Windenergieanlage auf dem Hochofengelände in Herrenwyk zurückgebaut.

Die neuen Anlagen entsprechen modernsten Umwelt-Standards. Sie sind geräuscharm und erhalten unter anderem eine Abschalt-Automatik, die bei tief stehender Sonne den Betrieb einstellt, um unverhältnismäßigen Schattenwurf zu verhindern. Ebenfalls abgeschaltet werden die Anlagen zu bestimmten Tageszeiten zum Schutz von Fledermäusen. Ein zweijähriges Monitoring-Programm überwacht die Wirksamkeit dieser Maßnahme.

Zum Ausgleich des Eingriffes in den Naturhaushalt haben die Stadtwerke Lübeck ein über 18.000 Quadartemeter großes Grundstück erworben, das als Ausgleichsfläche der natürlichen Sukzession überlassen wird. Insgesamt wurden über 30 Umweltparameter geprüft und werden durch die Anlagen eingehalten. Neben den neuen Anlagen, die ab dem Sommer in Betrieb gehen, halten die Stadtwerke Lübeck einen Anteil am dänischen Offshore-Windpark DONG Energy Nysted I. Die Umsetzung weiterer Windkraft-Vorhaben ist - abhängig von der Ausweisung von Windeignungsgebieten - in der Region geplant.

Der viel diskutierte Anschluss an das Stromnetz ist bei diesem Projekt kein Problem. Mit einem Erdkabel werden die beiden Anlagen mit dem Netz der Stadtwerke verbunden. Damit ist sichergestellt, dass der Windstrom auch bei Lübecker Verbrauchern ankommt.

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