Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 08. Mai 2012

Das wird lecker Lübecks neue Birnen-Allee

Auf Initiative des Bereiches Naturschutz der Hansestadt Lübeck sind in den vergangenen Wochen entlang der Straße Karkbrede 50 neue Birnbäume gepflanzt worden. Im kommenden Jahr sollen die Bäume die ersten Früchte tragen. Die dürfen dann gerne von den Lübeckern gepflückt werden.

„Mit dieser Pflanzaktion haben wir eine Vorgabe des Gesamtlandschaftsplans der Hansestadt Lübeck umgesetzt", erläutert der zuständige Umweltsenator Bernd Möller. „Und außerdem verbessern wir das Landschaftsbild dadurch, dass die Straße Karkbrede in die umgebende Landschaft eingebunden wird."

„Die neuen Birnbäume stellen zudem einen kleinen Beitrag zur Anpassung der Stadt an die Auswirkungen des Klimawandels dar", ergänzt Dr. Ursula Kühn, kommissarische Leiterin des Bereiches Naturschutz. „Denn Birnbäume sind trockenresistent und winterhart". Die Hochstämme der gewählten Obstbaumsorten kommen aus biologischem Anbau. Es handelt sich um heute selten gewordene alte Sorten wie „Alexander Lukas", „Gute Graue", „Gräfin von Paris", „Köstliche von Charneux" und „Gellerts Butterbirne".

Über den Naturschutzwert der Baumreihe hinaus wird dort in Zukunft Obst „produziert", das der Bevölkerung zur freien Verfügung stehen soll. Diese biotopbildende Maßnahme wurde aus Ersatzgeldern für andernorts durchgeführte Baumfällmaßnahmen finanziert. Die Gesamtkosten lagen bei rund 18.000 Euro.

Die zwischen dem Lübecker Ortsteil Vorrade und der Kronsforder Landstraße verlaufende Straße „Karkbrede" lag bisher auf weiter Strecke nahezu baumlos in der Landschaft. Anders als die meisten Straßen im Raum Lübeck war sie bisher nicht von Landschaftselementen wie Knicks oder Alleebäumen gesäumt, was deren landschaftliches Erscheinungsbild kalt und unharmonisch wirken ließ. Lediglich noch drei als Relikte vorhandene alte Birnbäume ließen vermuten, dass ehemals auch diese Straße von Bäumen gesäumt war. Leider lässt sich nicht mehr feststellen, wie die damalige ursprüngliche Situation war und aus welchen Gründen dieser Straßenbaumbestand „verschwunden" ist.

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