Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. Mai 2012

Der neue Sparplan ist fertig!

Stadtverkehr soll 2,5 Millionen Euro einsparen

Die Vorgaben sind klar: 2,5 Millionen Euro soll der Stadtverkehr Lübeck einsparen. Der hat mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung 500 Vorschläge der Fahrgäste eingesammelt und ausgewertet. Entstanden ist eine komplette Überarbeitung der Linienführung. Die Änderungen treten zum 10. Juni in Kraft.

Bei dieser Sparanstrengung hätte ein einfaches Ausdünnen des Fahrplans den Busverkehr wohl vollständig unattraktiv gemacht. Deshalb wurden Vorschläge gesammelt, wie man mehr Kunden gewinnen kann. Viele Forderungen werden jetzt umgesetzt: So bekommt Schlutup eine direkte Buslinie zum Kaufhof, die Linie 12 fährt von Karlshof über den Heiligen-Geist-Kamp zum Burgfeld und Moisling wird mit dem Gewerbegebiet Herrenholz verbunden. Außerdem wird ein Schnellbus vom ZOB zum Hochschulstadtteil fahren. Neu ist auch eine Bäderlinie, die von der Innenstadt über Travemünde und Timmendorfer Strand bis nach Scharbeutz führt. Die abendlichen Sternfahrten werden aufgelöst. So fahren nicht mehr ganze Kolonnen von Bussen zur gleichen Zeit, sondern die Hauptstrecken werden häufiger bedient. Es wird aber auch Verschlechterungen geben. Der Grundtakt wird auf 30 Minuten, im Abendverkehr auf 60 Minuten, vermindert. Die Betriebszeit wird um rund eine Stunde verkürzt. Statt 10,25 Millionen Fahrplan-Kilometern werden es nur noch neun Millionen Kilometer im Jahr sein. Willi Nibbe, Geschäftsführer des Stadtverkehrs, geht davon aus, dass man einige Fahrgäste verlieren wird. Deshalb habe man darauf geachtet, stark nachgefragte Strecken wie zu den Hochschulen auszubauen. Unter dem Strich hoffen die Planer, die Zahl von 27 Millionen Fahrgästen im Jahr halten zu können. Es werde aber bis zu einem Jahr dauern, bis die Kunden das neue System angenommen haben. Die Kunden sollen über die Optimierung des Liniennetzes umfassend informiert werden. Unter anderem werden Flyer ausliegen. Schulen und große Betriebe wurden bereits angeschrieben. Nutzer der Frühbusse bekommen individuelle Informationen. In dieser Woche beginnen Schulungen für die Busfahrer, damit sie bei Fragen zum neuen Netz kompetent Auskunft geben können.          

vg

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