Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 05. Juni 2012

LHG-Teilverkauf alternativlos

Autor: Jens-Olaf Teschke

FUL

Das Verschieben der wichtigen Entscheidung zum Teilverkauf der Lübecker Hafengesellschaft, die der Stadt Lübeck 15 Millionen Euro einbringen kann, ist symptomatisch für das verantwortungslose Handeln der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken. Offensichtlich haben die linken Parteien Angst, sich mit der Gewerkschaft anzulegen. Deswegen die Entscheidung bis zur allerletzten Frist zu scheuen, ist nicht besonnen sondern feige! Bis Ende Juni wird sich an der Lage nichts ändern. Die Gewerkschaften haben deutlich gemacht, dass sie einem Verkauf auf gar keinen Fall zustimmen werden. Der Bürgermeister hat die Situation auf den Punkt gebracht, es wird nur Investitionen im Hafen geben, wenn die Einnahmen aus dem Teilverkauf zur Verfügung stehen. Ansonsten kann sich die Stadt die Investitionen nicht leisten. Wer gegen den Verkauf der LHG-Anteile protestiert, protestiert auch gegen den Ausbau des Hafens. Wird der Hafen nicht ausgebaut, werden die Arbeitsplätze gefährdet und die wirtschaftliche Entwicklung des Hafens blockiert. Das kann nicht im Sinne der Belegschaft sein. Lübeck trägt eine Schuldenlast von unglaublichen 1,3 Milliarden Euro – wer in dieser Situation 15 Millionen Euro am Straßenrand liegen lassen will, hat die Lage nicht verstanden.

 

V.i.S.d.P.: Jens-Olaf Teschke

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