Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 12. Juni 2012

In die Zukunft mit Windkraft und Solar

Stadtwerke Lübeck stellten Geschäftsbericht für 2011 und Pläne vor

Am Mittwoch stellte die Stadtwerke Lübeck GmbH ihren Geschäftsbericht für 2011 und die Pläne für die kommenden Jahre vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende Claus Möller ist mit dem Ergebnis zufrieden. Negativ wirkte sich der warme Winter aus, positive Entwicklungen gibt es bei den Gewerbekunden für Strom. Die Stadtwerke Lübeck GmbH (SWL) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt und die Zielmarke der Planung deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss beträgt 27,3 Millionen Euro vor Steuern und Gewinnabführung – die Planung hatte ein Ergebnis von rund 20 Millionen erwarten lassen. Einen Rückgang verzeichnete das Unternehmen beim Umsatz. Er fiel – im Wesentlichen bedingt durch die Verlagerung der technischen Dienstleistungen des Netzservice in die eigenständige Netzgesellschaft der Stadtwerke Lübeck am Anfang des Geschäftsjahres - von 304,4 Millionen Euro auf 265,9 Millionen Euro. Hinzu kamen die Auswirkungen eines milden Winters im Berichtszeitraum, der zu einem verminderten Erdgas- und Fernwärme-Absatz von rund vier Millionen Euro führte. Investiert wurden 15,1 Millionen Euro – etwas weniger als im Vorjahr Die Bilanzsumme erhöhte sich erneut gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 289,6 Millionen Euro (2010: 277,6 Millionen Euro) Die Stadtwerke konnten weiterhin eine Gewinnrücklage in Höhe von fünf Millionen Euro vornehmen – die Eigenkapitalquote erhöht sich dadurch auf jetzt über 40 Prozent. Das Geld ist für die Investitionen in den Fernwärmeausbau und den Ausbau erneuerbarer Energien vorgesehen.

„Nach dem ebenfalls hervorragenden Geschäftsjahr 2010 bestätigt uns das aktuelle Jahresergebnis in unserer Strategie und unserer Marktausrichtung“, sagte Stefan Fritz, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck anlässlich der Vorstellung des Jahresergebnisses am Mittwoch. Besonders erfreulich sei, dass ein Teil der überplanmäßigen Erträge aus Effizienzsteigerungen und Prozessverbesserungen herrührten, so Fritz. In den kommenden Jahren will das Unternehmen vor allem auf den Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen sowie der Fernwärme setzen. Aufsichtsrat Claus Möller forderte deshalb die neue Landesregierung auf, unverzüglich Gebiete für Windkraftanlagen auszuweisen. Geschäftsführerin Annie Lykke Gregersen berichtete von weiteren Erfolgen bei der Rückgewinnung von Gewerbekunden. Die setzen wieder verstärkt auf das Angebot vor Ort, eine umfassende Dienstleistung und auch Beratung beim Thema Energiesparen. Auf die Haushaltskunden kommt nach drei Jahren zum 1. Juli eine Preiserhöhung beim Trinkwasser zu. Der Kubikmeterpreis steigt von 1,84 Euro auf 1,89 Euro. „Das sind etwa drei Prozent, also rund ein Prozent pro Jahr“, rechnete Gregersen vor. Das liege unterhalb der Inflation. Für eine durchschnittliche Familie seien das sechs Euro pro Jahr. Die Gas-Preise bleiben bis Oktober stabil. Dann wird auf Grundlage der Entwicklung der Einkaufspreise entschieden, ob es eine Erhöhung gibt. Die Stadtwerke machen in diesem Zusammenhang auf ihre Fix-Preis Angebote aufmerksam.

Beim Strom werden die Verbraucher vermutlich tiefer in die Tasche greifen müssen - allerdings bedingt durch die Energiewende. Die Kosten werden per Gesetz auf die Verbraucher umgelegt.

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