Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 10. Juli 2012

Realistische Drogenpolitik?

Autor: Jonas Grose

BFL

Es ist sehr bedauerlich, dass es in unserer Gesellschaft Drogenabhängige gibt. Es ist aber noch bedauerlicher, wenn man Drogenabhängige, die bereit sind, sich helfen zu lassen, aus dem Stadtleben verdrängen will. Diesen Menschen muss Gelegenheit zur Heilung gegeben werden, um sich wieder in das Gesellschaftsleben zu integrieren. Dazu bedarf es der Behandlung, aber auch der Bereitschaft der Betroffenen. Unsere Aufgabe ist es dabei, den Weg dafür zu ebnen. Wir alle sind daher aufgefordert, nicht nur in der Innenstadt diesen Bemühungen mit Respekt zu begegnen. Es gibt nur sechs Anlaufstellen für die Methadon-Abgabe in Lübeck. Daher müssen auch die Vorraussetzungen für den ärztlichen Einsatz berücksichtigt werden. Es ist und bleibt eine große Herausforderung an Politik und Gesellschaft, für ein gesundes soziales Miteinander zu sorgen. Durch eine bessere Kommunikation könnten Vorurteile abgebaut und ein neues Verständnis für einander entstehen. Etwaigen Landesbestrebungen einer Legalisierung vermeintlicher „weicher Drogen“ wie Cannabis in Bezug auf den „Eigenbedarf“ stoßen bei der BfL-Fraktion allerdings auf erhebliche Bedenken. Auch Cannabis ist eine Einstiegsdroge, und was weich anfängt, endet nur all zu oft im Desaster. Wehret den Anfängen!

 

V.i.S.d.P.: Volker Krause

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