Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 24. Juli 2012

Geldspritze für Berufsschul-Landschaft

Innenminister überbrachte Darlehens-Scheck von über sechs Millionen Euro

Durch die Grabungen im Gründungsviertel mussten zwei Berufsschulen weichen. Lübeck hat das zum Anlass genommen, die Berufsschul-Landschaft komplett zu überarbeiten. 40 Millionen Euro wurden und werden investiert. Am Donnerstag überbrachte Innenminister Andreas Breitner einen Bewilligungsbescheid über sechs Millionen Euro zinsgünstiger Kredite.

Der Betrag setzt sich zusammen aus 3,5 Millionen Euro für die Sanierung und den Umbau des Berufsschulzentrums in der Dankwartsgrube und 2,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Berufsbildungszentrums in der Georg-Kerschensteiner-Straße. Weitere 694.000 Euro an zinsgünstigen Darlehen stellt der Kommunale Investitionsfonds zur Verfügung, um der Hansestadt zu helfen, ihren Eigenanteil an den diesjährigen Städtebauförderungsmaßnahmen „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zu finanzieren. Innenminister Andreas Breitner überreichte die Bescheide am Donnerstag auf der Baustelle in der Dankwartsgrube an Bildungssenatorin Annette Borns.

Die 20-jährige Laufzeit der Darlehen und der Zinssatz von derzeit 2,25 Prozent im Jahr machen den Fonds attraktiv. Breitner lobte die Investitionsentscheidungen der Stadt zugunsten ihrer Schulen und der Stadtsanierung. „Die Prioritäten sind richtig gesetzt, und das Geld wird in Zukunftsprojekte gesteckt“, sagte der Minister. Lübeck habe in den vergangenen Jahren mit den Sanierungen der allgemeinbildenden Schulen, dem Ausbau und der Sanierung von Kindertagesstätten und auch mit der Neuordnung der Berufsschulzentren einen großen Schritt in die richtige Richtung getan.

Vor zehn Jahren beschloss die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck, die Berufsschulen auf drei große Standorte zu konzentrieren. Mehr als 30 Millionen Euro werden insgesamt in die Neustrukturierung der beruflichen Bildungslandschaft investiert. „Die nun vom Land gewährten Darlehen zum derzeit zwar marktüblichen Zinssatz aber mit 20-jähriger Laufzeit bedeuten Planungssicherheit in der Finanzierung“, sagte Borns. Dies sei vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltssituation ein wesentlicher Aspekt. 

Für mehr als 18 Millionen Euro wurde die Dorothea-Schlözer-Schule als Standort für die sozialen Berufe ausgebaut. Fast 14 Millionen Euro kostete der Erweiterungsbau der Emil-Possehl-Schule für die technischen Berufe. Gemeinsam mit der Friedrich-List-Schule betreibt die Emil-Possehl-Schule in der Georg-Kerschensteiner-Straße das Berufsbildungszentrum für Technik und Wirtschaft. Nach Sanierung und Umbau der Dankwartsgrube für rund 12 Millionen wird hier die Hanse-Schule (ehemals Fischstraße) einziehen. Mit der benachbarten Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie entsteht das Berufsschulzentrum Innenstadt (Wirtschaft, Verwaltung, Nahrung und Gastronomie).

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