Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. September 2012

Schiffe, Küste, Klima und Forschung in Travemünde

Wissenschaftsmanagement Lübeck und Partner präsentieren Ausstellungs-Programm

Der Großsegler „Alexander von Humboldt II“ macht im Wissenschaftsjahr vom 14. bis 16. September in Travemünde fest. Am 14. September, genau zum 243. Geburtstag seines Namenspatrons, läuft das Segelschulschiff als Partnerschiff von „Lübeck – Stadt der Wissenschaft 2012“ in Travemünde ein.  Das Schiff wird am Freitag, um 16 Uhr am Ostpreußenkai in Travemünde festmachen. Beim Einlaufen wird die „Alex II“ von dem Großsegler „MIR“, der Kraweel „Lisa von Lübeck“, dem Feuerlöschboot „Senator Emil Peters“, dem Rah-Segler „Aphrodite“, dem Forschungsschiff „Aldebaran“, der Brigg „Mercedes“ sowie den Lübecker Traditionsseglern des Museumshafens begleitet.

Auf dem Wasser laden die „Lisa von Lübeck“, die „Aldebaran“, die „MIR“ und die „Alexander von Humboldt II“ zu Bord-Besuchen und Tages-Törns ein. Die „MIR“ startet am Sonnabend, von 11 bis 17 Uhr, am Ostpreußenkai zum Törn. Am Sonntag segelt die 2-Mast-Brigg „Aphrodite“ von 13 bis 17 Uhr auf die Ostsee hinaus. Die „Lisa“ lädt am Freitag, von 12 bis 16 Uhr zum Törn ein. Lübecks Traditionssegler starten um 13 Uhr im Fischereihafen. Karten für Segelbegeisterte gibt es im Welcome Center der LTM im Strandbahnhof und bei den jeweiligen Seglern.

Am Kreuzfahrtterminal in der Vorderreihe startet zu Beginn des dreitägigen Events um 15 Uhr die spannende, interaktive Ausstellung „Küsten verstehen - Klimawissen vermitteln - Ressourcen schonen“. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht mit den Standorten Geesthacht und Teltow, engagiert sich in den Bereichen Materialforschung, Küstenforschung und regenerativer Medizin. Die Forscher sind mit drei so genannten Wissensinseln vor Ort. Ein Hingucker zum schonenden Umgang mit Ressourcen ist das zigarrenförmige Wasserstoffauto. Der Wasserstoff-Flitzer eines Chemnitzer Studententeams schafft 3.500 Kilometer mit nur einem Liter Sprit. Da Wasserstoff der Zukunfts-Kraftstoff sein könnte, erforschen die Geesthachter Methoden zur chemischen Wasserstoffspeicherung mithilfe von Metallpulvern.

Weiter geht’s von der Material- zur Küstenforschung: Anhand des „FerryBox-Modells“ werden an Bord von Fähr- und Frachtschiffen der Salzgehalt, die Wassertemperatur, die Schwebstoffe oder die Algenkonzentration gemessen. Die Forscher zeigen wie Messsysteme in der Nordsee eingesetzt werden.

An einer anderen Station erklärt die Abteilung Umweltchemie des Institutes für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums wie sich Schiffsemissionen auf die Luftqualität an der Küste auswirken. In Travemünde können sich Besucher die Forschungsergebnisse anschauen oder Membranen erklären lassen, die Abgase reduzieren. Unter dem Titel „Klimawissen vermitteln“ zeigen das Norddeutsche Klimabüro und das Climate-Service-Center wie sich Temperaturen, Niederschläge oder Landnutzung ändern. Ein virtueller Globus mit einem Meter Durchmesser kommt dabei zum Einsatz.

Einzigartige Meerespanoramen der „Aldebaran Marine Research & Broadcast“ sind im Kreuzfahrtterminal zu sehen. Die Travemünder „Schule am Meer“ präsentieren ihre Kunstausstellung mit dem Titel „Wetterleuchten“. Auch die Marine ist mit an Bord: Sie vermittelt Navigationswissen und zeigt, wie Kollisionen vermieden werden können. Die Deutsche Stiftung Sails Training hält die jüngsten Besucher sicher an der Leine, wenn’s an Land in die Wanten geht. Die Ausstellung im Kreuzfahrtterminal ist am Freitag bis 20 Uhr geöffnet, Sonnabend von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Für maritime Stimmung sorgen die Shanty-Chöre Möwenschiet, Passat-Chor und Schlick-Schipper sowie Charlie & Herr Künstler und das Traumschiff-Tingel-Tangel.

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