Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 11. September 2012

Aus Liebe zu Lübeck

Autor: Nils-Holger Schomann

Die Linke

„Aus Liebe zu Lübeck“ Konto in Frankfurt? Wenn ich diesen cleveren Werbeslogan der Stadtwerke lese, kriege ich sofort ein schlechtes Gewissen, wenn ich dann doch einen auswärtigen Stromanbieter auswähle, um regenerative Energien aus Sonne und Wind zu unterstützen. Doch dieses Thema interessiert Bezieher von geringen Einkommen wenig, steigt doch angeblich der Strompreis immer weiter wegen der Wende zur umweltfreundlichen Energieerzeugung. Geht es nicht eher um Profite der Energiekonzerne? Der Bürger soll lieber Wut auf die Windräder bekommen. Mich packt die kalte Wut, wenn ich auf dem Briefkopf der Stadtwerke als Kontoverbindung eine Bank in Frankfurt lese. Bevor der Strom abgestellt wird, möchte der Stromkunde bei den Stadtwerken die Rechnung in bar bezahlen. Gehen Sie doch zur Bank nebenan, sagt der Mann vom Forderungsmanagement. Die Banken nebenan verlangen jedoch Einzahlungsgebühren zwischen 10 und 15 Euro. Damit auch Menschen mit wenig Geld ihre Stromrechnung bezahlen können, fordert die Linke ein Einfrieren der Energiepreise und einen Sozialtarif für kleine Einkommen. Die Stadtwerke sollten ihren Werbeslogan ernst nehmen und für Bareinzahlungen ihr noch vorhandenes Sparkassenkonto bekannt geben: aus Liebe zu den Menschen und zu Lübeck!

 

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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