Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 18. September 2012

Richtfest für neue Sporthalle

Sanierungsprogramm liegt gut im Zeitplan

Lübecks Erneuerungsplan für die Sporthallen kommt voran. Am vergangenen Mittwoch wurde an der Holstentor-Gemeinschaftsschule Richtfest gefeiert. Insgesamt standen vier identische Neubauten an. Jetzt fehlt nur noch die Schule Tremser Teich.

Die Investition war notwendig, weil bei mehreren Sporthallen, die Ende der 50er bis Ende er 60er gebaut wurden, die Tragfähigkeit der Dächer nicht mehr gegeben war. Aufgefallen ist das bei routinemäßigen Überprüfungen und Wartungsarbeiten an den Dächern von Sporthallen im Jahr 2004. Die Hallenkomplexe – überwiegend Einfeldsporthallen mit teilweise angehängten kleineren Gymnastikräumen – waren mit Dachplatten aus Porenbetonplatten mit Plattenspannweiten von 4 bis 5 Meter überspannt, die bis zu acht Zentimeter durchgebogen waren. Da somit die Tragfähigkeit der Dächer beeinträchtigt war, mussten Ersatzsporthallen neu errichtet oder saniert werden. Insgesamt waren 14 Sporthallen betroffen, darunter auch die Sporthalle der Thomas-Mann-Schule.

In einem umfangreichen Sporthallensanierungsprogramm wurde je nach Schädigung und Modernisierungsaufwand festgelegt, ob die Sporthallen saniert oder neu gebaut werden sollten. Im März 2009 beschloss die Bürgerschaft, vier baugleiche unechte Dreifeldsporthallen als Ersatzneubauten errichten zu lassen, die von einem Generalunternehmer gebaut werden sollten. Die EU-weite Ausschreibung folgte im Juni 2010. Gefordert war, Planungsleistungen und Baudurchführung „aus einer Hand“ anzubieten. Durch die Errichtung von vier baugleichen Hallen ergeben sich Synergieeffekte, was dazu führt, die Hallen schneller und auch kostengünstiger zu bauen. Das Angebot mit dem Konzept der Firma Züblin war das wirtschaftlichste Angebot, weshalb dieser Baukonzern auch den Auftrag erhielt.

Die Thomas-Mann-Schule und die Anna-Siemsen-Schule haben bereits neue Sporthallen. An der Holstentor-Gemeinschaftsschule wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert, ab Herbst wird die vierte Halle an der Schule Tremser Teich errichtet.

Die Hallenfläche (22 x 45 Meter) ist durch Trennvorhänge in drei Teilabschnitte teilbar und vergrößert damit das bisherige Schulangebot (bisher 1-Feld-Halle mit Gymnastikhalle).

Die jeweiligen Hallen sind mit den dazugehörigen Umkleide-, Sanitär- und Geräteräumen sowie zusätzlichem Stuhllager für multifunktionale Veranstaltungen ausgerüstet.

Der kompakte Baukörper gliedert sich in einen Hallenteil mit sieben Meter lichter Raumhöhe sowie einen zweigeschossigen Nebentrakt. Das Obergeschoss wird über eine zur Halle einsehbare zugewandte Galerie erschlossen.

Wandaufbau: hochwärmegedämmter 49 Zentimeter Poroton-Ziegel mit gesonderter Bauwerksabdichtung sowie Lüftungsanlage mit spezieller Wärmerückgewinnung ermöglicht einen Passivhausstandard mit extrem geringen Primärenergiebedarf.

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