Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 18. September 2012

Verkaufen, schließen, ...?

Autor: Wilfried Link

DIE Linke

Privatisierung der Gebäudereinigung, Verkauf des städtischen Krematoriums, MuK und Stadtwerke teilprivatisieren, Schließung von kulturellen Einrichtungen, wie z. B. das kommunale Kino und Reduzierung von Standards bei der Weiterbildung, etwa der Volkshochschule. Das ist das Sparrezept des Vereins, der sich irreführend „Bund der Steuerzahler“ nennt. Eine einfache Rechnung hätte die Herren vom „Steuerzahlerbund“ in die Realität zurück geführt: Wenn im Verkaufsfall die sogenannten stillen Reserven gehoben werden, ist in der Regel kein Raum mehr für Bestandsinvestitionen. Der private Erwerber des Wohnungsbestandes wird erfahrungsgemäß die Erhaltungskosten auf ein Minimum herunter fahren, um die Rendite zu sichern und gleichzeitig die Mieten erhöhen. Verfall der Häuser und Verwahrlosung von Wohnquartieren währen die Folge. Beispiele dafür gibt es leider auch in Lübeck. Trotz des fristgerechten Wegfallens der Preisbindung für 5000 ehemals geförderte Wohnungen, liegt der durchschnittliche Mietpreis bei 4,50 Euro je qm. Zu dem investiert die „Trave“ jedes Jahr Millionen Euro in die Bestandserneuerung und sichert damit Hunderte von Arbeitsplätzen in Lübeck. Das ist für uns ein guter Grund, jeden Versuch der Privatisierung der „Trave“ ab zulehnen.

 

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de