Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 18. September 2012

Hat unser Hafen noch Zukunft?

Autor: Uwe-Jens Iwers

Bürger für Lübeck

Kein Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals – aber der Rostocker Hafen wird auf 16,5 m Tiefe ausgebaggert. Schon zu DDR-Zeiten wurde in Warnemünde ein Seekanal gebaut, der einen Schiffsbetrieb in beide Richtungen (Zweischiffigkeit) zulässt. Auch für Travemünde fordern die BfL-Fraktion, die Reedereien und die Hafenwirtschaft eine Zweischiffigkeit, da die Travemünder Enge z. Z. nur nach Fahrplan einschiffig bzw. im Korso passiert werden kann. Schiffe, die sich durch widrige Umstände verspäten, müssen Wartezeiten in Kauf nehmen. Statistisch nur Minuten können real aber zu Stunden werden, was den Fahrplan erheblich durcheinander bringt und Mehrkosten verursacht. Für Reedereien ist dieses ein Negativ-Kriterium bei der Auswahl eines Hafen-Standortes. Studien besagen, dass bei einem moderaten Umschlagswachstum ein Erfordernis ab 2025 gegeben sei, so Wachstum nicht nur in konkurrenzierenden Häfen stattfindet. Eine Bürgerschaftsmehrheit hat das für eine zweischiffige Passage nötige Gelände auf dem Priwall für das Projekt „Waterfront“ zur Bebauung verkauft. Damit sind der künftigen Hafenentwicklung aber Grenzen gesetzt. Geht man bei der jetzigen Haushaltstalfahrt davon aus, dass sich spätere Generationen solche Investitionen sowieso nicht mehr leisten können?

 

V.i.S.d.P.: Volker Krause

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