Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Oktober 2012

Mit der Zeit gehen

Autoren: Annette, Lillo u. Tom Binder

miteinander

Der vor wenigen Tagen durch das Bundeskabinett beschlossene Nationale Radverkehrsplan sieht eine Steigerung des Radverkehrs in Städten auf 16 % bis 2020 als möglich an. Aus einer Studie der Hansestadt geht hervor, dass Lübeck im Jahr 2010 bereits die 17 % erreicht hatte -- und das ganz ohne … nun ja, wer behauptet, der Radverkehr würde in der Stadt gefördert, hat sicherlich nicht recht. Als Beispiel seien die Radwege zwischen Altstadt und Klinikum entlang der Ratzeburger Allee sowie nach Travemünde angeführt -- beide sind in einem beklagenswerten Zustand.

Das von den Verantwortlichen an dieser Stelle roboterhaft vorgetragene Argument des Geldmangels kann nicht überzeugen, da die für den motorisierten Verkehr vorgesehenen Straßen (Ratzeburger Allee bzw. B75) in exzellentem Zustand sind. Eine bedarfsgerechte Mittelzuteilung wäre wünschenswert, erfolgt aber nicht. Die Förderung des Radverkehrs könnte ein Tröpfchen Öl im Getriebe des Hochtechnologiestandortes Lübeck sein. Die Stadt könnte sich an die Spitze einer breiten Entwicklung setzen, ihren Ruf verbessern und ihrer Stadtkasse, über eine Vielzahl sich selbst verstärkender positiver Effekte, Einnahmen zufliessen lassen. Stattdessen verharren wir in den Denkmustern längst vergangener Zeiten.

V.i.S.d.P.: Dieter Müller

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