Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. Oktober 2012

Sprengungen am Hansemuseum

Der ehemalige Bunker wird gesprengt – Arbeiten im Zeitplan

Die Arbeiten für das Hansemuseum liegen im Zeitplan.

Seit Montag, dem 8. Oktober, wird der ehemalige Bunker am Burghügel gesprengt, die Archäologen beenden ihre Arbeit Ende des Jahres. Die Eröffnung zum Hansetag 2014 wird vermutlich geschafft.

In der vergangenen Woche informierten sich der ehemalige Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm über die Baustelle. Der Bund beteiligt sich zwar nicht am Hansemuseum, hat aber Geld für die Restaurierung des Burgklosters gegeben. „Auch dort investieren wir erhebliche Summen“, erklärte Dr. Helmuth Pfeifer, Geschäftsführer des Europäischen Hansemuseums. So wird zum Beispiel das Foyer aus den 80er Jahren abgerissen. Zwischen Burgkloster und Beichthaus wird ein Durchgang zum ehemaligen Gefängnishof – mit seinem schönen Ausblick auf die Untertrave – und zum neuen Museum entstehen. Das gesamte ehemalige Dominikaner-Kloster wird saniert. Unter anderem gibt es eine neue Klimatechnik, damit das Bauwerk in Zukunft besser geschützt wird.

Auf der Baustelle unterhalb des Klosters graben noch bis zum Ende des Jahres die Archäologen. Sie haben unter anderem einen alten Brunnen entdeckt. Die alte Bausubstanz wird abgetragen und aufbewahrt. Noch nicht entschieden ist, ob einige Mauern stehen bleiben und in das neue Museum integriert werden. Bis Mitte November wird auch der alte Bunker an der Untertrave verschwunden sein. Erste Probesprengungen wurden bereits vorgenommen. Die Erschütterungen haben in der Umgebung keine Schäden verursacht.

Ab Montag wird zwei Wochen lang gesprengt, dann werden zwei Wochen lang neue Bohrlöcher gesetzt. Es folgen dann noch zwei Wochen mit Sprengungen. Auch für Nicht-Museumsbesucher ist das Areal ab Frühjahr 2014 nutzbar. So ist der Aufgang von der Untertrave zum Dach des Museums frei. Der öffentliche Weg von der Burgtorbrücke zur Untertrave bleibt erhalten. Er wird aber um einen Zugang auf das Dach erweitert. Auch der Hof vor dem Beichthaus wird erneuert - inklusive des dortigen Spielplatzes.  Vg

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