Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. Oktober 2012

Bauen um des Bauens willen?

Autor: Thomas Rathcke

FDP

„Immer wieder Schrangen“ möchte man fast denken! Nun wird die obere Hälfte neu gestaltet, und fast reflexartig soll auch im unteren Bereich wieder so ein „Klotz“ enstehen. Als Grund wird die Fördermöglichkeit eines Welterbe-Zentrums genannt. Alles Bisherige hat sich nicht gerechnet. Und das ist auch gut so! Rückendeckung für die Ablehnung gibt die Possehl-Stiftung, die das Vorhaben des Bausenators vorerst finanziell ausbremst. Genauso wie der Koberg kann auch der untere Bereich des Schrangen Ruhe vertragen. Wenn schon ein Weltkultur-Zentrum, dann eignet sich z.B. das Holstentor sehr dafür! Das steht außerdem demnächst für eine neue Nutzung zur Verfügung.Gebäude haben wir genug; allein die Nutzung oder der Betrieb ist häufig nicht finanzierbar. Wir wünschen uns, dass der Bausenator und seine kreativen Architekten weniger Neubauten planen und die Bauverwaltung dafür vorhandene Gebäude, Schulen und Immobilien mehr saniert und „in Schuss hält“. Diese Baustellen sollten reichen, für viele Jahre für Arbeit innerhalb der Bauverwaltung zu sorgen. Auch wenn es verständlicherweise dem Senator schwer fällt, auf Neubauten zu verzichten; man kann auch nachhaltig Akzente setzen, indem in den vorhandenen Bestand investiert wird.

 

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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