Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. Oktober 2012

Straßen machen Kasse

Autor: Wolfgang Drozella

FDP

Aufsehen erregte die Stadt mit ihrem gesponserten Blitzern. Die Meinungen hierüber sind geteilt. Die Stadt freut sich – rein fiskalisch gesehen - über jeden Autofahrer, der vom „Blitz getroffen“ wird. Nach den städtischen „Blitzen“ donnert es nicht, es klingelt nur in der Stadtkasse. In den letzten Jahren haben eine relativ große Anzahl von Straßen, Gebäuden und Einrichtungen neue Namen, benannt nach Politikern, nach Menschen aus deren Umfeld oder aus sonstigen parteiideologischen Gründen, erhalten. In Diktaturen ist es üblich, dass derartiges praktiziert wird. Ganze Städte wurden umbenannt. Die Bürger werden meistens kaum bei den ideologisch motivierten Umbenennungen einbezogen. Vielleicht sollte man folgenden Vorschlag überdenken, um künftig ideologiefreie Namen zu bekommen: Straßen-, Schulnamen u. a. werden künftig versteigert. Wer am meisten bietet, der entlastet unser Schuldenkonto und hat damit wirklich etwas für Lübeck getan. Nach einigen Jahren, bis dahin sind die Kassen noch leerer, kann die Versteigerung wieder erneut durchgeführt werden. Dann hätten wir wieder mehr Geld für z. B. Frauenhäuser, Verhütungsmittel oder Gutachten. Is`dat nix?

 

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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