Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Oktober 2012

KWL vergreift sich im Ton

Autor: Lars Rottloff

CDU

Die CDU-Fraktion kritisiert die Äußerungen des Geschäftsführers der städtischen Gesellschaft KWL, Dirk Gerdes, als unangemessen. Man kann nur mit dem Kopf schütteln, dass der Vertreter einer städtischen Gesellschaft sich „genervt“ fühlt von demokratischen Entstehungsprozessen in Politik, Vereinen und Verbänden. Anstatt sich gestört zu fühlen, sollte gerade Herr Gerdes Verständnis haben, dass sich viele ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger über das Projekt „Kailine“ Gedanken gemacht und Kritik geäußert haben. Wenn Kritik an den KWL-Plänen vorhanden ist, so könnte dies auch an ihrer Bilanz in anderen Bereichen liegen. Die Ergebnisse allein in Travemünde waren schließlich mehr als dürftig. Wir sind auch aus diesem Grund weiterhin der Überzeugung, dass die KWL sich mit dem Projekt „Kailine“ überheben wird. Ohnehin aber entspricht das bisherige Verhalten der KWL in der Öffentlichkeit nicht unseren Erwartungen an Transparenz und Bürgerbeteiligung. Die KWL kann sich sicher sein, dass auch die CDU-Fraktion es sich mit dem Projekt „Kailine“ nicht leicht macht. Aber die Zeit der „Basta“-Politik für Projekte, die nicht vorher einen intensiven Diskussionsprozess in der Bevölkerung durchlaufen haben, sind vorbei.

 

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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