Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. November 2012

Dom-Buch erschienen

Mit seinem neuen Buch „Vom Dom zu Lübeck - ein Vademecum“ steht Gustav Querfurth (77) eingehüllt in einen dicken Mantel vor dem Lübecker Dom. In seinen Händen leuchtet hell der neue Buchtitel aus einem bekannten Lübecker Verlagshaus. „Das macht man ja so, als Lübecker, in diesem Verlag seine Bücher zu drucken“, sagt der Autor lobend, der knapp zehn Jahre im Dom Ansprechpartner war, für Menschen, die den Dom für sich entdecken wollten.

Für seine ehrenamtlichen Kollegen, die Wissenswertes an Interessierte weitergeben wollten, hat Querfurth jahrelang regelmäßig Domwachen-Briefe verfasst. Die gesammelten Erfahrungen und Geschichten aus diesen Briefen hat Querfurth jetzt in seinem Buch zusammengetragen. Das Gemeindeglied der Domgemeinde will seine Leser mitnehmen auf eine spirituelle Entdeckungsreise durch Lübecks Dom. Neben 50 Symbolen, die sich überall im Gotteshaus finden, erzählt Querfurth auch wie es dazu gekommen ist, dass sich die Dom-Gemeinde rund um den Altar versammelt und Kirche auf Augenhöhe stattfindet. So erinnert Querfurth in seinem Buch an den Domvogt Hermann Treumann und Pastor Dietrich Gottschewski. „Gottschewski wollte nicht von der Kanzel predigen, sondern auf Augenhöhe mit der Gemeinde sein“, sagt Querfurth. Der Autor begleitet die Leser und Leserinnen durch den Dom, erzählt Wissenswertes über Altar, Kanzel, Notkes Triumphkreuz und den Lettner mit der Kirchenuhr, „von der Besucher sagen, sie sei die Schönste in Deutschland“, so Querfurth.

Sein Blick schweift durch den romanischen Hochchor. Am Taufbecken schaut der Lübecker auf die drei Füße des Beckens. „Die drei Füße symbolisieren Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist.“ Diese Dreieinigkeit finde ihre Fortsetzung auch in den Treppen, die zum Taufbecken führen und in den drei Tragsteinen aus Segeberger Granit im Gewölbe, sagt Querfurth weiter. In diesem Sinne gibt das Buch, so Pastor Martin Klatt im Grußwort, „Hilfen zum verstehenden Sehen, ohne eine Sichtweise als verbindlich fortzuschreiben.“ Jel

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