Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 06. November 2012

Hat unser Hafen noch Zukunft?

Autor: Uwe-Jens Iwers

Bürger für Lübeck

Die BfL fordert, dass zumindest ein Schlepper in Travemünde stationiert wird. Der Schiffsunfall in Travemünde ist noch mal glimpflich abgelaufen. Immer größer werdende Schiffe müssen in dem engen Travemünder Fahrwasser immer genauer navigieren. Wie am 7. September in den Medien zu lesen war, kämpft auch die LHG gegen den Priwall-Hotelbau, um die Option für eine spätere Verbreiterung offen zu halten. Schiffsunfälle sind leider nicht auszuschließen. Man stelle sich vor, die Fähre hätte beim Festfahren unzählige Boote begraben. Da in Lübeck, dem größten Hafen der Ostsee, aber kein Schlepper mehr liegt, würde Hilfeleistung aus Rostock dann 3,5 bis 4 Stunden dauern. Auch angenommen, ein Schiff hätte technische Probleme, wie käme es dann ohne Hilfe an die Pier? Den GAU bei starkem Wind kann sich jeder vorstellen. Selbst ein relativ unspektakulärer Unfall vor der Travemünder Hafeneinfahrt, wenn ein Schiff - wie bereits geschehen - auf Grund läuft, würde längerfristig den gesamten Schiffsverkehr in Travemünde zum Erliegen bringen. Welcher Reeder überlegt dann nicht, doch den Häfen Kiel oder Rostock mit ungehindertem Fahrwasser und möglicher Schlepperhilfe den Vorzug zu geben? Lübecks verkehrstechnisch gute Lage ist heute nicht mehr so ausschlaggebend!

 

V.i.S.d.P.:Volker Krause

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de