Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 13. November 2012

So geht Wissenschaft in Lübeck weiter

Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen plant einen „Shuttle-Bus“ für Besuche in den Stadtteilen

Das Wissenschaftsjahr 2012 geht in die Zielgerade. Manch‘ Lübecker fragt sich, wie es 2013 mit der Wissenschaft in Lübeck weitergeht. Dr. Iris Klaßen spricht im Interview mit der Lübecker Stadtzeitung über die Zukunft der Wissenschaft in der Hansestadt.

Stadtzeitung: Das Wissenschaftsjahr neigt sich dem Ende zu. Erlischt jetzt das Feuer, das die Stadt der Wissenschaft entfacht hat?

Dr. Iris Klaßen: Das Feuer wird auf gar keinen Fall erlöschen, weil die Begeisterung für Wissenschaft die Lübecker erfasst hat. Wissenschaft ist bei den Menschen angekommen und bringt über sie die Stadt zum Leuchten.

Stadtzeitung: Welche Rolle spielt die „Stadt der Wissenschaft“ künftig im Kanon Welterbe-, Wohlfühl- und Nobelpreisträgerstadt?

Dr. Iris Klaßen: Lübeck hat viele Stärken. Welterbe- und Wissenschaftsstadt schließen sich nicht aus. Es hat sich im Wissenschaftsjahr gezeigt, dass wir hervorragend mit den Akteuren aus der Kulturstadt an einem Strang ziehen. Gerade Lübeck mit dem entstehenden Hansemuseum wird mehr und mehr Ort der Wissenschaft. Die Begeisterung für Wissenschaft hat in Lübeck an Schwung gewonnen. Die Welle setzt sich fort.

Stadtzeitung: Welche Projekte sind für 2013 geplant?

Dr. Iris Klaßen: Wir überlegen, einen „Science-Shuttle“, einen Bus, zu organisieren und damit die Stadtteile zu besuchen und dort Wissenschaft vor Ort weiterhin erlebbar zu machen. Der Tag der Wissenschaft in St. Petri bleibt. Übergeordnetes Thema ist im kommenden Jahr bundesweit „Demographie“. Gerade für Lübeck eine hochaktuelle Fragestellung, die wir sowohl aus medizinischer, stadtsoziologischer, als auch philosophischer Sicht betrachten wollen.

Stadtzeitung: Wie nehmen Sie ihre ehrenamtlichen Stadtteil-Koordinatoren mit?

Dr. Iris Klaßen: Die Koordinatoren werden sich weiterhin regelmäßig treffen. Am 19. November gehen wir die Jahresplanung für 2013 in den Stadtteilen an.

Stadtzeitung: Was hat Sie im Wissenschaftsjahr am meisten bewegt?

Dr. Iris Klaßen: Mich hat bewegt, wie aufgeschlossen und freundlich die Lübecker Bürger Wissenschaft bei sich in den Stadtteilen empfangen haben und welche tollen Begegnungen daraus entstanden sind. Es hat mich gefreut, dass unser Konzept angekommen ist und man bundesweit auf den „Lübecker Weg“ schaut. Lübeck ist es als erster Stadt der Wissenschaft gelungen, systematisch die Einwohner mitzunehmen. Das ist ein schönes Gefühl.

Stadtzeitung: Sie erleben aber auch Gegenwind. Die SPD will die Wissenschaft nicht weiter finanziell fördern.

Dr. Iris Klaßen: Ich denke da werden Interessen miteinander vermischt. Kommunalpolitik agiert eben kommunal, Wissenschaft global. Hier zu vermitteln und zu erklären, ist auch eine wichtige Aufgabe des Wissenschaftsmanagements. Das gelingt über Gespräche, und die laufen auf Hochtouren. Das Wissenschaftsmanagement erfährt sehr starken Rückhalt aus der Bevölkerung.

Stadtzeitung: Wo sehen Sie Lübecks künftige Stärken?

Dr. Iris Klaßen: Kultur und Wissenschaft sind die Themen, die für Lübeck stehen. Lübeck ist mutig, zukunftsbejahend und auf einem gutem Weg, sein Profil dahingehend neu auszurichten. Interview: Jel

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