Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. November 2012

Spatenstich für Priwall-Zukunft

Investor will Waterfront-Ferienanlage bauen – Planungen für Priwall-Promenade laufen

Rund 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft haben in der vergangenen Woche am feierlichen Spatenstich für den letzten Bauabschnitt der Priwall-Strand-Ferienhäuser in Lübeck-Travemünde teilgenommen. Der dänische Investor Sven Hollesen hat 45 Millionen Euro in das Ferienhausdorf investiert.

Nach dem symbolischen Spatenstich für die noch zu bauenden 23 Holzhäuser wurde Hollesen im Beisein von Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und Staatssekretär Ralph Müller-Beck auf der Passat gefeiert. Der Däne ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass das nächste millionenschwere Großprojekt, die Priwall-Waterfront kommt. „Wir haben das Team für Waterfront“, betonte Hollesen an Bord des Flying-P-Liners.

Wirtschaftsstaatssekretär Ralph Müller-Beck spannte in seiner Rede einen Bogen, von der Grenze, die Menschen auf dem Priwall voneinander trennte, hin zur touristischen Entwicklung Schleswig-Holsteins: „Lübeck rückt in die Mitte der touristischen Entwicklung des Landes“, so Müller-Beck. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe unterstrich die Bedeutung des geplanten Großbauprojektes auf dem Priwall mit Blick auf die neue Touristische Wachstumsstrategie Lübeck 2020 plus. „Wir wollen bis 2020 zwei Millionen Übernachtungen hier haben. Dafür brauchen wir 4.000 zusätzliche Betten“, so Saxe.

Sven Hollesen, Vorstand von Planet-Haus, will nach Fertigstellung der Feriendorf-Siedlung jetzt möglichst zügig „Priwall-Waterfront“ verwirklichen. „Wir sind stolz darauf, in nur sechseinhalb statt der geplanten zehn Jahre die komplette Ferienhausanlage auf dem Priwall fertig gestellt zu haben. Doch auf diesem Erfolg können und dürfen wir uns nicht ausruhen! Wir konzentrieren uns jetzt gemeinsam mit der Lübecker Bürgerschaft und der Verwaltung weiter darauf, die nächsten wichtigen Schritte zu unternehmen, um mit dem Folgeprojekt „Priwall Waterfront“ Travemünde/Priwall touristisch noch weiter zu stärken.“ Wie sich die touristische Zukunft des Priwalls entwickeln könnte, zeigte der so genannte Ideenpool unter Deck der Passat, eine Ausstellung mit Skizzen und Entwürfen über die Zukunft des Priwalls. Darunter auch erste Illutrationen der Machbarkeitsstudie, die die Stadt Lübeck bei Hamburger Planern in Auftrag gegeben hat. Laut Diplom-Ingenieur Heinz Büchner werde jetzt mit Hochdruck bis Januar 2013 an der Machbarkeitsstudie für die geplante Priwall-Promenade gearbeitet. Ziel sei es, die Kosten für die Promenade zu ermitteln und zu schauen, mit welchen Mitteln die Promenade attraktiv gestaltet werde könne.

In einem ersten Schritt will Lübecks Bausenator Boden möglichst schon Ende 2013 mit der Umgestaltung des Teilstückes vom Fährvorplatz bis zur Südermole beginnen. „Zwei Promenaden verbunden mit zwei Fährverbindungen verschmelzen zu einer großen Erlebnispromenade“, erklärte Bausenator Franz-Peter Boden, „das ist das touristische Alleinstellungsmerkmal von Travemünde/Priwall. Das hat keine andere Stadt. Hier fahren einem die großen Fähren direkt an der Nase vorbei!“

Bausenator Boden gab auch einen kurzen Überblick über die aktuellen Planungsstufen des Priwall-Waterfront-Projektes. Der Flächennutzungsplan wurde bereits von der Lübecker Bürgerschaft beschlossen und ist rechtskräftig, der Bebauungsplan ist in Bearbeitung mit dem Ziel, Ende 2013 Baurecht zu schaffen.

Sven Hollesen ist zuversichtlich, dass „Priwall-Waterfront“ kommt. Der Investor ließ gut gelaunt Gammeldansk, einen dänischen Magenbitter, verteilen und betonte: „Wir entwickeln hier gemeinsam Tourismus.“ Jel

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