Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. November 2012

Belastende LHG-Streiks

Autor: Uwe-Jens Iwers

Bürger für Lübeck

Die Warnstreiks der Lübecker Hafenmitarbeiter bedrohen nicht nur Arbeitsplätze im Hafen selbst, sondern auch betroffene Dienstleister in und um Lübeck. Auch bei den angebundenen Kunden des Lübecker Hafens wie dem Schienen- und Straßenfrachtverkehr geht die Geduld langsam zu Ende. Sowohl die Fährunternehmen als auch die Speditions- und Logistik-dienstleister sind an Verträge mit bestimmten Zeitfenstern gebunden. Wer das Vertrauen in den Lübecker Hafen verliert, wird auf konkurrierende Häfen wie Rostock oder Kiel ausweichen und so den Hafen- und Logistikstandort Lübeck spürbar schwächen. Ferner könnte der Verkehr auf andere Strecken verlagert werden und demnächst komplett an Lübeck vorbei führen. Letztlich wären der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze – 8.196 Arbeitsplätze sind in Lübeck direkt oder indirekt vom Hafen abhängig - und ein Einbruch des Gewerbesteueraufkommens die Folge. Um in Lübeck zu einer schnellen Lösung zu kommen, unterstützt die BfL-Fraktion den Vorschlag der LHG-Geschäftsführung, einen Mediator einzusetzen. Das wird derzeit von Ver.di abgelehnt. Wir wollen nicht eine gerechte Entlohnung der Lübecker Hafenmitarbeiter blockieren oder in Frage stellen. Ein Streik schadet jedoch sowohl der LHG als auch den Beschäftigten selbst.

 

V.i.S.d.P.: Volker Krause

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