Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 11. Dezember 2012

Rollifahrer freuen sich über neue Türen

Die Geschwister-Prenski-Schule wird mit Sponsorengeldern barrierefreier

Benjamin Volk (16) ist einer von vier Rollifahrern an der Geschwister-Prenski-Schule (GPS) in Lübeck. Weil der Schüler es Leid war sich mit seinem Gefährt durch die sperrigen Türen zu zwängen, hat sich Benjamin Volk für automatische Türen an der GPS starkt gemacht und den Kiwanis-Club aus Lübeck als Sponsoren ins Boot geholt.

„Ich habe vorgeschlagen, dass die Türen so gestaltet werden, dass man da ohne Probleme durchkommt“, sagt Benjamin Volk bei der Präsentation der neuen Türen.

Dank einer Spende des Lübecker Kiwanis Clubs (5.000 Euro) konnten Teile der Geschwister-Prenski-Schule behindertengerecht umgebaut werden.

Das barrierefreie Türkonzept wurde im Rahmen eines Zukunftstages an der GPS angeschoben. Schulleiter Rolf Bennung fand die Bilanz von Rollifahrer Benjamin Volk ernüchternd: „Ich erkannte, dass Benjamins Alltag voller Barrieren ist und er immer wieder mit Situationen konfrontiert wird, die ihm seine Behinderung deutlich vor Augen führen und die zum Teil als demütigend empfunden werden könnten“, so Bennung. Als Ergebnis des Gesprächs wurde eine To-do-Liste erstellt und dem Jungen versprochen, so viel wie möglich an dieser Situation zu verbessern, die nicht nur ihn, sondern auch die anderen drei Rollstuhlfahrer der Schule betrifft. Einige kleine Verbesserungen waren rasch erreicht, doch wichtige Punkte drohten an den Kosten zu scheitern. Doch dank der Unterstützung des Kiwanis Clubs Lübeck und der Hansestadt Lübeck, den Kollegen des Gebäudemanagements, wurden deutliche Fortschritte durch folgende Baumaßnahmen erzielt: Die Haupteingangstür öffnet nun elektrisch, zwei Innentüren werden über Magneten offen gehalten, eine weitere Außentür wurde erneuert und ein Treppenlift zu einem zuvor nicht erreichbaren Mehrzweckstudio eingebaut. Der Kiwanis-Club-Sprecher Jürgen Roese erklärt das Engagement seines Clubs so: „Es geht hier nicht um die Stadt, sondern um die Kinder, deshalb fördern wir den barrierefreien Umbau der Türen mit 5.000 Euro.“        Jel

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