Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. Februar 2010

Förderprogramm für Schallschutzfenster

Hansestadt unterstützt vom Straßenlärm betroffene Bürgerinnen und Bürger

Lärm stellt in vielen Städten, so auch in der Hansestadt Lübeck, ein nicht zu unterschätzendes Umweltproblem dar. Der Straßenverkehrslärm spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nach Studien des Umweltbundesamtes kann ab einer dauerhaften Belastung mit Pegeln von mehr als 65 dB(A) eine Beeinträchtigung der Gesundheit nicht mehr ausgeschlossen werden.

In der Schalldämmung eines Hauses stellen die Fenster meist die größte Schwachstelle dar, da sie nicht die Wirkung der Außenwände erzielen können. Doch die Beschaffenheit von Rahmen und Verglasung sowie der fachgerechte Einbau in die Fassade haben wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Schalldämmung. So können Fenster der höchsten Schallschutzklasse eine Lärmminderung von über 50 dB(A) erzielen.

Gerade in den Nachtstunden, in denen für einen ruhigen Schlaf ein Pegel von unter 45 dB(A) gewährleistet sein sollte, sind viele Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt

Der Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck will besonders vom Straßenlärm betroffene Bürgerinnen und Bürger mit dem Schallschutzförderprogramm unterstützen. Das Programm hat das Ziel, die Lebensqualität der Anwohner zu steigern und das örtliche Handwerk zu fördern.

Insgesamt stehen 400.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms II sowie Eigenmittel der Hansestadt Lübeck und der Wohnungseigentümer zur Verfügung, mit denen an stark belasteten Fassaden der Einbau von Schallschutzfenstern und -balkontüren in Wohn- Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Wohnküchen gefördert werden soll.

In Schlafzimmern und Einzimmerwohnungen kann zudem der Einbau schallgedämmter Lüftungsanlagen gefördert werden. Da die finanziellen Mittel begrenzt sind, soll zunächst hoch belasteten Bürgern geholfen werden, die an kommunalen Hauptverkehrsstraßen mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von mehr als sechs Millionen. Kfz leben. Ab dem 1. April 2010 wird diese Schwelle auf drei Millionen Kfz pro Jahr herabgesetzt, so dass auch Belastete an weniger stark befahrenen Straßen davon profitieren können.

Eine Förderung ist grundsätzlich möglich, wenn die betreffende Fassade einem Dauerpegel von über 65 dB(A) oder einem Nachtpegel von über 55 dB(A) ausgesetzt ist.

Die Höhe der Förderung beläuft sich auf bis zu 75 Prozent der Kosten und muss beim Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck beantragt werden. Der Zeitraum für die Antragstellung ist bis zum 30. Juni 2010 begrenzt, interessierte Eigentümer oder Erbbauberechtigte sollten sich also rechtzeitig über eine Fördermöglichkeit informieren.

Ausführliche Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie im Internet unter http://

umweltschutz.luebeck.de/fensterprogramm.html sowie während den Dienstzeiten telefonisch 0451/122-3946 oder 0451/122-3929.

Darüber hinaus hat der Bereich Umweltschutz ein informatives Faltblatt herausgegeben. Es liegt kostenlos im Bereich Umweltschutz, Dr.-Julius-Leber-Straße 50-52 (Hinterhaus) sowie unter anderen in den Stadtteilbüros zur Mitnahme bereit.

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