Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. Januar 2013

Rady Amar im Glück

Neuer Flughafen-Eigentümer hat jetzt offiziell den Schlüssel für die Airport-Zukunft

Aufbruchstimmung am Airport Lübeck: Rund 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft haben den Jahresbeginn am Lübecker Flughafen mit dem neuen Investor Mohamad Rady Amar gefeiert. Amar erhielt von Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe einen symbolischen Schlüssel als Zeichen der Betriebsübergabe. „Jetzt ist die Yasmina Flughafenmanagement GmbH der rechtmäßige Betreiber des Flughafens", sagte Saxe und zeigte den Kaufpreis für Lübecks Flughafen - einen Euro.

Der Empfang, den die Flughafen-Crew ihrem neuen Hausherren bereitete, fiel opulent aus: Lounge-Musik, Lichter, eine Bühne für die Redner – für Saxe, Amar und Friedel. Vor dem Bild einer abfliegenden Möwe, feierten die Redner Flughafen-Zukunft. Airport-Chef Jürgen Friedel bedankte sich bei seinem Team und unterstrich: „Wir bringen Unternehmen an den Standort und wir kurbeln den Tourismus an."

Ein erster Schritt sei der geplante Umbau des Terminals und die Einführung einer neuen Fluglinie, die „Air Lübeck" heißen könnte, sagte Amar gegenüber der Stadtzeitung. Die Maschine solle täglich nach Frankfurt und München fliegen. Auch Ziele wie Kopenhagen seien denkbar, so Amar weiter. Neben der Planung der Air-Lübeck-Linie habe die Masterplanung für den Aiport Lübeck jetzt Priorität.

Als Architekt präsentierte Rady Amar lächelnd einen „namhaften Architekten." Ala Hason heißt einer der Planer von RNL-Design aus Denver (Colorado), der einen Masterplan für Lübeck und seinen Airport entwerfen wird.

RNL hat in Dubai Downtown unter anderem den 830 Meter hohen Burj-Khalifa-Wolkenkratzer mit geplant und den Denver International Airport mit entworfen. Auch mit kleineren Flughäfen, kenne RNL sich aus, sagt Hason. So habe die Firma in Jackson Hole (Wyoming), einen Airport im touristisch ausgerichteten Grand-Teton-Nationalpark gebaut.

Für Lübeck will der RNL-Architekt einen Masterplan entwerfen, der den Airport als Dreh- und Angelpunkt einer neuen „Area" versteht. Hason will, dass Lübecks Airport Aushängeschild für Deutschland-Touristen wird. Dazu werde der Terminal ausgebaut. Es werde schöne Cafés (nice coffee places und Hot Spots) geben. Rund um den Flughafen könnte Gewerbe angesiedelt werden.

Konkret denkt der Planer dabei an eine Outlet-Factory für Mode und Kliniken für Schönheits-Chirugie. Auch Absalonshorst hat Ala Hason offenbar schon im Blick: „Wie wäre es mit Wellness-Angeboten im Wald?", denkt Hason laut.

Der Masterplan für Lübecks Airport-Zukunft sei langfristig ausgerichtet und schaue etwa 20 Jahre in die Zukunft. Zentral dabei sei, dass der Flughafen dabei als Entwicklungsmotor für eine ganze Region verstanden werde.

Deshalb könnte das Konzept auch einen Namen wie „Aeropolis Lübeck" tragen, also ein Flughafenkonzept, das die Stadt mit einbezieht und den Airport, ähnlich einem Bahnhof, zu einem Schlüssel für die zukünftige Entwicklung der Tourismusregion Lübeck macht.

Hier sieht der Gast aus Denver noch Potenziale. Hason war Ende Dezember in Lübeck eingetroffen. Da hatte Lübecks Weihnachtsmarkt schon geschlossen: „Warum lassen die Lübecker ihr Christmas Village nicht noch bis in den Januar hinein offen", fragt sich der Gast aus Denver. Jel

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