Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. Januar 2013

Neue Doppelstock-Rampe am „Skandi“

Minister Meyer: „Auftrieb für eine international bedeutende Logistik-Drehscheibe“

Mehr Tempo beim Umschlag am Lübecker Skandinavienkai: Gemeinsam mit Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer den ersten Rammschlag für eine neue Doppelstock-Rampe am Anleger 7 des Hafens in Lübeck-Travemünde vorgenommen.

Der insgesamt rund elf Millionen Euro teure Neubau, der die Beladung von Fähren mit Lkw und Pkw erleichtert, wird vom Land mit 5,5 Millionen Euro unterstützt. „Damit unterstreichen und unterstützen wir die Funktion des Lübecker Hafens als national bedeutsame Logistik-Drehscheibe", sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass der Hafen massiv unter der vergangenen Finanzkrise zu leiden hatte, nun aber wieder an Fahrt aufgenommen habe.

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe bezeichnete den Ausbau des Anlegers als eine gute Investition: „Es geht darum den Anleger fit zu machen auch für größere Schiffstypen bis 240 Meter und ihn so herzurichten, dass er auf zwei Ebenen be- und entladen werden kann."

An der neuen Rampe wird künftig vor allem rollende Ladung für die Fährlinien nach Skandinavien und das Baltikum umgeschlagen. Über das Doppel-Rampensystem können die Schiffe gleichzeitig auf zwei Decks mit Lkw, Trailern, und Personenwagen beladen werden. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Herbst 2013 vorgesehen.

Im Hinblick auf die Umwelt-Debatte über Fährschiffe erinnerte Meyer daran, dass der Kraftstoff-Verbrauch der Ostsee-Fähren je Tonne beförderter Fracht nur einem Bruchteil des Verbrauchs von Güterzügen, Lastwagen oder Flugzeugen entspricht. „Wachstum und Wohlstand sind ohne eine leistungsfähige Logistik nicht zu erreichen – und eine leistungsfähige Logistik nicht ohne leistungsfähige Häfen", so der Minister, der ab Januar für zwei Jahre den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz der Länder übernimmt. „Auch wenn die Förderung von Hafenanlagen angesichts der Neuausrichtung europäischer Förderprogramme immer schwieriger werden dürfte, so wird sich die Landesregierung weiterhin dafür einsetzen, die Hafenwirtschaft im Land zu unterstützen." In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 bis 2013 rund 704 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.

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