Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. Januar 2013

Energiegenossenschaft auf dem Sprung

Das Netzwerk Energiewende will die Stadtwerkeanteile von „Dong“ zurückkaufen

Peter Parge, Sprecher des Netzwerkes Energiewende Lübeck, und eine Hand voll Mitstreiter haben eine ambitionierte Idee: Der Zusammenschluss aus Atomkraftgegnern, BUND und anderen Parteien will im Februar eine Bürger-Energie-Genossenschaft gründen.

Erklärtes Ziel ist es, 25,1 Prozent der Stadtwerkeanteile, das sind rund 40 Millionen Euro, vom dänischen Energieriesen „Dong“ zurückzukaufen und so den Stadtwerke-Strom wieder zurück nach Lübeck zu holen. „Die Bürger sollen mittelfristig in einer Genossenschaft über Preisgestaltung und Energiemix mitbestimmen können“, erklärt Peter Parge.

Dazu sei es notwendig, eine Genossenschaft zu gründen. Die Stadt solle nach einem Beschluss der Bürgerschaft ihr Vorkaufsrecht wahrnehmen, so der ambitionierte Plan, der jetzt bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus genauer erläutert werden soll. Neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke, Claus Möller, und Lübecker Fraktionsvertretern berichtet Dr. Reinhard Guthke aus Jena von einem vergleichbaren Projekt. Der Geno-Verbands-Experte Hartmut Bödecker erklärt Fragen rund um das Thema Genossenschaftsgründung. Unterstützung für das Projekt kommt vom Bereich Umwelt-, Natur und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck: „Die Gründung einer Energiegenossenschaft wird von der Klimaschutzleitstelle begrüßt, da sie aus Energiekonsumenten Energieproduzenten und damit verantwortliche Energieinvestoren macht“, erklärt Andreas Fey von der Klimaschutzleitstelle auf Anfrage. Wie ein möglicher Weg zu einer Bürger-Energie-Genossenschaft aussehen könnte, ist Thema der Veranstaltung „Stadtwerke Lübeck in Bürgerhand“ im Großen Börsensaal des Lübecker Rathauses. Los geht‘s am Mittwoch, 16. Januar ab 19 Uhr. Jel

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