Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 22. Januar 2013

Fraktionen einig: Reecke braucht Brücke

Carl Howe kann sich eine Holzbrücke über die Trave als Provisorium vorstellen

Die Ankündigung des geplanten Brücken-Abrisses bei Reecke hat Lübecks Franktionsvertreter gleichermaßen überrascht. Linken-Chefin Antje Jansen kristisiert die Kommunikation der Verwaltung. Denn die Linke habe lediglich aus den Medien von dem geplanten Abriss erfahren und sei im Vorfeld nicht informiert worden. Reeckes Brücke dürfe nicht aus Kostengründen von der Infrastruktur abgeschnitten werden. „Die Brücke soll saniert werden“, so Jansen. Die Lübecker SPD reagiert ebenfalls „überrascht“ auf das plötzliche Abriss-Vorhaben. Fraktions-Chef Jan Lindenau fordert eine Lösung. Die Verwaltung müsse jetzt Alternativen zum Abriss aufzeigen. Die Informationspolitik im Vorfeld bezeichnet Lindenau als „unglücklich“. „Die Entscheidung über so eine Sache trifft die Bürgerschaft“, sagt Lindenau weiter.

Christopher Lötsch, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion bemängelt, dass die Politiker nichts von dem kritischen Zustand der Brücke gewusst haben. Die Reecker Brücke könne nicht ersatzlos gestrichen werden, so die Position der CDU.

Verständnis für das Handeln der Verwaltung kommt von FDP-Chef Thomas Rathcke: „Ich schätze, dass Dr. Stefan Klotz die Reißleine gezogen hat und die Brücke jetzt sperren lässt. Wir brauchen einfach mehr Geld für die Erhalt unser Straßen“, sagt Rathcke mit Blick auf die Bahnhofs- und Possehlbrücke, die ebenfalls marode seien.

Die Grünen sehen zwöf Kilometer Umweg für Schulkinder als das schwerwiegendste Problem an. Als kurzfristige Möglichkeit, schlägt der baupolitische Sprecher der Grünen, Carl Howe, eine Holzbrücke für Fahrradfahrer und Fußgänger als Provisorium über die Trave vor. Jel

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