Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 29. Januar 2013

Kleine Burghügel-Chronologie

Die bislang älteste nachgewiesene Siedlungstätigkeit auf Lübecks Burghügel  beginnt in der Jungsteinzeit, lässt sich jedoch keiner speziellen Kultur zuordnen (um 3000 v. Chr.). Scherben der Bronzezeit belegen, dass der heutige Burghügel auch in dieser Zeit besiedelt wurde. Erste massive Bodeneingriffe erfolgten in der Römischen Kaiserzeit (1. bis 4. Jh. n. Chr.). Hier wurde ein Graben zur Befestigung ausgehoben. Im 8. bis 10. Jh. n. Chr. sind es dann slawische Siedler, die hier eine Burg anlegen. Von dieser Befestigung ist wiederum ein großer Graben bekannt. 1147 ist eine deutsche Burg historisch belegt, von der wieder ein Graben, aber auch mehrere Hausgrundrisse archäologisch erforscht sind. Von 1201 bis 1227 gehörte Lübeck zum dänischen Reich. 1217 lässt der dänische König Waldemar Stadt und Burg ummauern. Durch die Schlacht bei Bornhöved (1227) endete die dänische Herrschaft, und die Lübecker Bürger wandelten die Burg zum Andenken an den Sieg in ein Dominikanerkloster um. 1530 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgelöst und die Gebäude in Armenwohnungen umgewandelt. Die Klosterkirche brach man 1818/19 wegen Baufälligkeit ab. 1893 bis 1896 erfolgten schließlich große Umbauten, dabei wurden einige Gebäude abgerissen und die verbleibenden Gebäude in ein Gefängnis für das gleichzeitig errichtete Gericht (heutige Versorgungsamt) umgebaut. Die Nutzung als Gefängnis endete 1962. Seit Anfang der 1990er Jahre diente das ehemalige Kloster als Kulturzentrum und wird nun in das neue Hansemuseum integriert.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de