Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 05. Februar 2013

Reecker gehen auf die Barrikaden

Bürgerschaft fordert Überprüfung aller Möglichkeiten zum Erhalt der Travequerung

Über 50 Einwohner aus den Gemeinden Reecke und Hamberge haben sich vor der ersten Sitzung der Lübecker Bürgerschaft lautstark für den Erhalt der Travebrücke im Lübecker Stadtteil Reecke eingesetzt. Vertreter aller Fraktionen haben sich bei der turbulenten Bürgerschaftssitzung für den Erhalt der Brücke und die  Prüfung aller Alternativen ausgesprochen.

Die Verwaltung soll bis zur Sitzung des Bauausschusses im Februar ausloten, welche Möglichkeiten zur Stabilisierung der Brücke denkbar sind, um eine Freigabe des Verkehrs zu ermöglichen.

Geprüft werden soll auch, weshalb die 2006 geplante Grundinstandsetzung für 280.000 Euro nicht umgesetzt wurde. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe äußerte Verständnis für die Proteste, verwies aber auf Haushalt und Finanzkrise. „Ich warne davor, hier Hoffnungen zu wecken und Erwartungen auszulösen, von denen wir heute nicht sagen, dass wir sie erfüllen können.“ Der Haushalt sei noch nicht genehmigt, so Saxe weiter. Die Verwaltung prüft jetzt die Finanzierung eines Neubaus durch Fördermittel vom Land und eine Kooperation mit dem Kreis Stormarn. Seit Ende Januar ist die Brücke nach Reecke für den Verkehr gesperrt.

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