Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 12. Februar 2013

Heiß begehrt - Holz aus dem Stadtforst

Im Stadtwald wird das Brennholz knapp – Trockenes Holz gibt es nur noch in Säcken

Die Arbeitsgemeinschaft der Rohholzverbraucher (AGR) schlägt Alarm. „Brennholz wird knapp und teuer“, meldet der Verband in einer Pressemitteilung und bezieht sich auf eine bundesweite Umfrage bei mehreren Stadtforstämtern. In Lübeck hat der Verband offenbar nicht nachgefragt. Laut Bereichsleiter Stadtwald Knut Sturm (53) habe es keinerlei Anfrage gegeben. Dennoch steige die Nachfrage nach dem nachwachsenden Brennstoff Holz auch in der Hansestadt Lübeck.

Die Umsätze seien von 1.849 Raummeter Kaminholz im Jahr 2005 bis 2012 kontnuierlich auf mittlerweile 2.149 Raummeter gestiegen. Beim Holzhof in Wesloe gibt es momentan keine Raummeter-Lieferungen mehr. „Wir haben nur noch trockenes Holz in Säcken“, sagt ein Mitarbeiter am Telefon.

Im Schnitt koste der Kubikmeter Brennholz zwischen 75 und 90 Euro. Wegen Taschenspielertricks auf einem immer härter umkämpften Brennholzmarkt empfiehlt der Leiter des Lübecker Stadtwaldes beim Holzkauf genau darauf zu achten, was da eigentlich für Holz angeboten wird. „Schüttraummeter sind nicht mit Raummetern zu vergleichen“, sagt Sturm. So entsprächen 10 Schüttraummeter in der Realität 5 Kubikmetern Holz. Auch bei der Wahl des Holzes sei Aufmerksamkeit angesagt: „Die besten Heizwerte haben Buche und Eiche, schlechter sind Birke, Weide und Pappel. Nadelholz geht in der Regel auch, wenn es gut getrocknet ist, brennt das wie Birke.“

Wer selbst im Wald Holz ernten will, muss zumindest im Stadtwald einen Motorsägenschein vorweisen. Den, so Sturm, können die Lübecker auch auf dem Holzhof in Wesloe erwerben. Informationen gibt es unter Telefon 0451/63633  Jel

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