Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Februar 2013

Neue Gemeinschaftsschulen

Wakenitz- und Gotthard-Kühl-Schule werden umgewandelt

Die Regionalschulen Schule an der Wakenitz in St. Gertrud-Süd und die Gotthard-Kühl-Schule in St. Lorenz-Nord werden Anfang August in Gemeinschaftsschulen umgewandelt. Travemündes Schule am Meer bleibt vorerst Regionalschule. Dies hat das Bildungsministerium in der vergangenen Woche mitgeteilt.„Durch die Genehmigung werden die Gotthard-Kühl-Schule und die Schule an der Wakenitz in die Situation versetzt, eine dauerhafte und kontinuierliche Planung für die nächsten Jahre zu entwickeln, um zukünftig einen modernen lehrplanmäßigen Unterricht für eine Gemeinschaftsschule gestalten zu können“, erklärt Lübecks Kultursenatorin Annette Borns.

Mit Entsetzen reagiert die Senatorin auf die Nachricht, dass Travemündes Schule am Meer nicht in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werde. Borns: „Damit bleibt die Unsicherheit für Schüler und die Schule voll erhalten, die vorgelegten Bedarfsberechnungen für die zukünftige Entwicklung in Travemünde werden mit keinem Wort auch nur erwähnt.“ Schulentwicklung müsse längere Perspektiven haben als ein Anmeldejahrgang. „Wir möchten, dass die Schule am Meer ihre Chance bekommt und fordern zur Revision dieser Entscheidung“, so Borns weiter. Travemündes Schulleiter Tomas Panten: „Wir ärgern uns. Unser Antrag ist zum dritten Mal abgelehnt worden.“ Die Begründung von Seiten des Ministeriums damals: Es gäbe genügend Gemeinschaftsschulplätze und man müsse auch Regionalschulplätze vorhalten. Hier in Lübeck sei die Regionalschule ein Makel. Trotz Regionalschule haben wir im vergangenen Jahr 30 Prozent Zuwachs in den 5. Klassenstufen gehabt und rechnen auch 2013 mit wachsenden Schülerzahlen. Das belege die Qualität unserer Arbeit. Kritisch bemerkt Panten: „Es gibt keine politischen Aussagen dazu, was mit den Regionalschulen passieren soll, die die Mindestzahl von 240 Schülern nicht erreichen.“ Jubel hingegen in der Gotthard-Schule. Rektor Matthias Isecke-Vogelsang: „Das ist ganz ganz toll.“ Jetzt gebe es gemeinsames Lernen für alle , auch für die gymnasial empfohlenen Kinder. Und von diesem Konzept würden alle profitieren, so Isecke-Vogelsang.

Heino Schön, Chef der Schule an der Wakenitz, hat die Nachricht aus Kiel mit großer Erleichertung wahrgenommen. „Die Schulart bietet bessere Perspektiven bis zur gymnasialen Oberstufe“, sagt Schön mit Blick auf mehr Lehrerstunden. Jel 

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