Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Februar 2013

Zwei Neue im Jugendzentrum Burgtor

Martin Poganski und Anne Hunsicker habe jede Menge Ideen für die Jugendarbeit

Am 15. März um 15 Uhr öffnet das Jugendzentrum im Burgtor nach zwei Jahren Pause seine Türen. Lübecks älteste Anlaufstelle für Jugendliche präsentiert sich dann in unerwarteter Frische und mit zwei neuen Mitarbeitern.

Der Erzieher Martin Poganski (31) aus Nordhausen lehnt in einer Pause entspannt in einem Sitzsack. Der Thüringer hat nach mehreren Jahren stationärer Heimarbeit eine längere Auszeit in Portugal hinter sich. Das Wellenreiten in Lagos an der Algarve hat Poganski sichtlich gut getan.

Poganski will in Lübeck etwas Neues ausprobieren. Erfahrungen in der offenen Jugendarbeit hat der Erzieher keine - dafür aber jede Menge Ideen: „Was mir super wichtig ist, ist Puppentheater“, sagt Poganski begeistert und verrät, dass er schon Kontakt zum Lübecker Figurentheater aufgenommen hat, um einen Puppenspieler-Workshop zu planen. Seine Facharbeit hat der Konfliktmanager an der Fachhochschule Erfurt über „Die Wirkung des Puppenspiels in der Konfliktvermeidung“ geschrieben. „Gerade Kinder können durch das Puppenspiel Empathie entwickeln“, sagt der Erzieher.

Von den für 1,57 Millionen Euro renovierten Räumen ist Poganski angetan: „Das hat wirklich ein Superflair, das die Jugendlichen zum Reinkommen einlädt.

Anne Hunsicker kommt ursprünglich aus Rankendorf. Die 27-Jährige hat die Erzieherinnen-Stelle bei der Stadt in einer Stellenausschreibung entdeckt. Die ehemalige Kita-Mitarbeiterin wollte nach zweieinhalb Jahren Kita ebenfalls etwas Neues ausprobieren. „In der offenen Jugendarbeit muss man sich immer neu erfinden. Hier geht es um die Jugendlichen und wir müssen kopfmäßig immer flexibel sein“, beschreibt Anne Hunsicker den Reiz an der Offenen Jugendarbeit. Auch die Erzieherin hat schon Ideen und auch ein Projekt in der Pipeline: „Ich will Geo-Caching als Ferienpass-Aktion anbieten“, so Hunsicker. Ihr Know-How aus der Krippen-Arbeit soll im neuen Jugendzentrum im Burgtor ebefalls seinen Raum finden. „Ein Treffpunkt für junge Mütter, das wäre sicherlich ein gutes Angebot.“

Bei den Musikern der Bands, die im Verein „Live in der Burg“ organisiert sind, kommt der neue Look des Juze gut an. Lukas Glaser (22) von Defunk: „Das Geld ist echt gut angelegt, vorher wars verranzt.“ Und Per-Malte Parr (18), Pianist bei Maudite, sagt: „Krass. Hat sich viel verändert. Vorher wars zugesprayt und zugedreckt. Jetzt ist alles sehr clean und da geht noch was.“    Jel

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