Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Februar 2013

Fonds für Verhütung

Autor: Rolf Klinkel

Die Grünen

Empfängnisverhütung ist teuer. Eine Sterilisation kostet 700 Euro, das Einsetzen einer Spirale 350 Euro und für eine Dreimonatspackung der Pille müssen 35 Euro bezahlt werden. Bedürftige Frauen und Männer konnten noch vor einigen Jahren die Kostenübernahme beim Sozialamt beantragen. Die Hartz IV-Gesetze machten damit Schluss. Langzeitarbeitslose und SozialhilfeempfängerInnen bekommen nun die gleichen mageren Unterstützungsleistungen in Form eines monatlichen Regelsatzes (306 - 382 Euro). Damit muss der gesamte Lebensunterhalt (außer Wohnungskosten) bezahlt werden. Für Empfängnisverhütung bleibt dann nichts übrig. Aus finanziellen Gründen müssen deshalb arme Leute auf Verhütung verzichten und ungewollte Schwangerschaften in Kauf nehmen. Familienplanung darf aber nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Zusammen mit den Linken sorgten wir GRÜNE dafür, dass 2011 die Stadt 60.000 Euro zur Verfügung stellte, mit denen Verhütungsmittel für Lübecker BürgerInnen mit geringen Einkommen finanziert wurden. Eine Fortsetzung lehnten die anderen Bürgerschaftsfraktionen jedoch ab. Nun soll das Land einen Fonds einrichten, der diese Aufgabe übernimmt. Daran appelieren wir GRÜNE zusammen mit den Linken in einem gemeinsamen Bürgerschaftsantrag.

 

V.i.S.d.P.: Rolf Klinkel

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