Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. März 2013

Bayerische Blicke in die Bürgerschaft

Münchener Gymnasiasten verfolgten Debatte über Reecker Brücke und Co.

Der 11. Jahrgang des Ernst-Mach-Gymnasiums aus Haar bei München hat sich im Rahmen eines Kulturbesuches in Lübeck auch die Februarsitzung der Lübecker Bürgerschaft angesehen. Johanna-Marie Oerke (16) verfolgte die Debatte um die Deponie Ihlenberg von der Tribüne aus. „A bisserl wie in der Schule ...“, beschrieb die Oberstufenschülerin ihren Eindruck und Felix Bumm (17, Foto) wunderte sich über das Gespächsverhalten einiger Lübecker Kommunalpolitiker. „A bisserl unruhig, aber ansonsten unterscheidet sich das hier nicht groß von der Bundespolitik“, so seine Beobachtung. Den turbulenten Beginn der Bürgerschaft haben die Münchener Schüler allerdings verpasst. Vor dem Lübecker Rathaus protestierten erneut Reecker Bürger für den zügigen Neubau der Travequerung zwischen Reecke und Hamberge. Die Brücke war wie berichtet, kurzfristig gesprerrt worden. Stadt, Land und Kreis Stormarn arbeiten jetzt an der Finanzierung für einen Neubau.Die Reecker demonstrierten erneut vor der Bürgerschaft, weil sie nicht wie angekündigt, bis zum 28. Februar über die weiteren Schritte informiert worden seien, so Sprecherin Cordula Andjelic-Neumann. Bausenator Boden informierte zu Beginn der Bürgerschaft über den Sachstand bei Reeckes Brücke. „Das Land fördert die Kosten mit maximal 300.000 Euro“, erklärte Franz-Peter Boden. Der Bausenator unterstrich, dass der ursprüngliche Antrag zum Ersatz der Brücke nicht förderungsfähig sei. Lediglich der Tatbestand, dass auf dieser Brücke Rad- und Schulverkehr stattfinde, ermögliche die Sonderprüfung. Boden: „Es wird alles unternommen, um den vor Ort gefundenen Kompromiss in die Tat umzusetzen.“ Wie die Finanzierung letztendlich aussieht hängt auch davon ab, in welchem Umfang sich der Kreis Stormarn beteiligt. Nach Aussage von Stormarns Landrat Klaus Plöger gehe die Lübecker Verwaltung davon aus, dass sich die Stormarner mit rund 20 Prozent an den Kosten für den Brückenbau beteiligen werden. Plöger rechnet damit, dass Lübeck über 50 Prozent trägt und der Neubau 1,3 Millionen Euro kosten werde. Jel

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