Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. März 2013

Stadtwerke: Angst vor Schwarzer Liste

Demo gegen Betriebsrats-Rauswurf. Verdi sammelt Unterschriften für Resolution

Trillerpfeiffen-Alarm am Burgtor: Die Gewerkschaft Verdi hat mit rund 100 Teilnehmern gegen die Kündigung des Stadtwerke-Betriebsratschefs Jürgen Oelrich demonstiert. Die Stadtwerke hatten den gemeinsamen Betriebsrat am 1. Februar um Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung gebeten und in Folge fehlender Zustimmung ein sogenanntes Zustimmungsersetzungsverfahren beim Arbeitsgericht in Gang gesetzt. Die Stadtwerke-Geschäftsführung begründet den Rauswurf Oelrichs nach Medienangaben unter anderem mit einem Spresenbetrug. Gewerkschaftssekretär Andreas Wübben forderte die Stadtwerke-Geschäftsführung am Freitag vergangener Woche auf, die Kündigung des Betriebsratschefs zurückzunehmen und wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Wir wollen ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden und gegen einen Führungsstil nach Gutsherrenart setzen, der in den Stadtwerken eingehalten hat“, so Wübben. Neben der Forderung die Kündigung zurückzunehmen, monierte der Gewerkschaftssprecher vor allem die Zerschlagung der Mitbestimmungskultur bei den Stadtwerken. Jürgen Oelrich griff kurze Zeit vor Beginn der zweiten Güteverhandlung selbst zum Mikrofon: „Mit mir will man anfangen. Breites Kreuz, gutes Gewicht. Das kann man probieren - aber, wer ist dann dran?“, sagte Oelrich und ergänzte, dass er informiert worden sei, dass es eine Schwarze Liste bei den Stadtwerken gebe auf der 40 Namen stünden. „Ich bin hochgespannt wie die Geschäftsführung soewtas rechtfertigen will.“ Jel

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