Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 19. März 2013

W.Wende bringt G-9 das Ende

Autor: Peter Rotermund

FDP

Hohe Erwartungen setzte man in die Bildungskonferenz zum neuen Schulgesetz im Februar. Der viel gelobte Dialog der Bildungsministerin Waltraud Wende verpuffte, da die G-9 Befürworter nicht ausreichend Gehör fanden. Bei der Zusammensetzung der Teilnehmer war das Ergebnis vorhersehbar. Mit der Gesetzesänderung bekommen zwar die bestehenden G-9 Gymnasien Bestandsschutz, neue können danach aber nicht mehr eingerichtet werden. In Zukunft wird es nur noch G-8 an Gymnasien und G-9 an Gemeinschaftsschulen geben. Das bedeutet für Lübeck, wo es nur G-8 Gymnasien gibt, das endgültige Aus von G-9. Die Schulkonferenzen können keine Umwandlung in G-9 mehr beschließen. Damit wird den Lübeckern die Wahlfreiheit verwehrt, was mit unserem Demokratieverständnis schwer vereinbar ist. Unter dem so viel gescholtenem FDP Bildungsminister Klug war die Wahlfreiheit gegeben. Dieses Konzept ist mit Frau Wende nicht mehr zu machen. Gleichwohl eine bundesweite repräsentative Emnid-Umfrage eine deutliche Mehrheit der 3.000 Befragten von 79 % für G-9 ergab. In S-H sieht die Elterninitiative „G-9 jetzt“ als einzige Chance für die Durchsetzung von G-9 ein Volksbegehren. Die negativen Erfahrungen mit G-8 haben in anderen Bundesländern bereits dazu geführt, wieder zu G-9 zurückzukehren.

 

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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