Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. März 2013

Rückkauf nicht finanzierbar

Autor: Jens-Olaf Teschke

FUL

Die angekündigten Pläne von SPD, Grünen und Linken zum Rückauf der Stadtwerke überzeugen überhaupt nicht. Ein Rückkauf, der vom bisherigen Anteilseigner DONG zum Verkauf gestellten 25,1 Prozent der Anteile, durch die Stadt Lübeck ist nicht finanzierbar. Es ist auch nicht einsehbar, warum eine Stadt mit einer Rekordverschuldung von 1,3 Milliarden Euro, die Schulen, Brücken und Straßen nicht sanieren kann, über 42 Millionen Euro neue Schulden machen soll, wenn doch gleichzeitig ein Investor bereit steht, der die Anteile übernehmen würde. Bekanntermaßen handelt es sich bei diesem Investor sogar um eine städtische Gesellschaft, nämlich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Aachen, also gerade kein privater Investor, den die linken Parteien doch so gerne als mögliche Heuschrecke verdammen.Bei dieser Sachlage einen Rückkauf überhaupt zu erwägen, ist verantwortungslos und zeigt, dass die Ausmaße des Schuldenproblems für Lübeck bei den federführenden Parteien der vergangenen Jahre fatal unterschätzt werden. Die Haushaltslage ist nach wie vor katastrophal. Der von der SPD vorgestellte Finanzierungsplan lohnt sich für die Stadt angeblich in 20 Jahren. Bis dahin geht jeder Cent in die Rückzahlung und Verzinsung von neuen Krediten.

 

V.i.S.d.P.: Jens-Olaf Teschke

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