Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. April 2013

Winter bremst Moislings Freibadbau

Gemeinnütziger Verein sucht Sponsoren für neue „Schaukelbucht“ im Freibad

Eine zentimeter dicke Schneedecke liegt über Moislings Freibad und das Becken aus den 70er Jahren dümpelt entkernt im Frost. „Wir können nix machen, außer den Schnee wegräumen", sagt Maurer Christian Krise leicht angesäuert. Für 1,3 Millionen Euro erhält der Stadtteil Moisling jetzt bis zum Sommer eine neue „Riesen-Badewanne" aus Edelstahl, moderne Technik für die Wasseraufbereitung und als Attraktion ist eine Schaukelbucht geplant. Das rondellförmige Gerät, eine Art Schwimmbecken im Schwimmbecken, kostet 15.000 Euro und soll laut Günter Ambrosius, Leiter des Gemeinnützigen Vereins Moisling, mit Sponsorengeldern finanziert werden. Auch Betriebsleiter Klaus Schröder ist von der geplanten Attraktion für sein Freibad Moisling angetan: „Das is' son Whirlpool-Badwannen-Teil mit Schwipp-Schwapp-Effekt und nennt sich im Fachjargon Schaukelbucht oder Schaukelgrotte."

Schröder hat den Gemeinnützigen Verein für die zusätzliche Investition mit ins Boot geholt, um gemeinsam Sponsoren zu gewinnen, die die zusätzlichen 15.000 Euro für das sportliche Schwimm- und Spielgerät stemmen. Das alte Schwimmbecken, so erklärt Dorte Niehus, stellvertretende Direktorin der Lübecker Schwimmbäder, sei über 40 Jahre alt und durch Osmoseverfall völlig marode gewesen. „Wir stellen jetzt in das vorhandene Becken eine Edelstahlkonstruktion hinein", beschreibt Niehus die Baumaßnahme weiter. Insgesamt schrumpfe Moislings Bassin von 1.250 Quadratmetern auf rund 800 Quadratmeter. Dafür werde es jedoch ein Sonnendeck, eine zeitgemäße Terrasse, für die Badegäste geben. Für die 1,3 Millionen Euro-Investition hat die Hansestadt Lübeck einen Kredit aufgenommen. „Darin ist die Schaukelbucht nicht enthalten", erklärt Dorte Niehus. Mit der Investition in Moislings Freibad endet eine Zitterpartie für Schwimmbad-Nutzer im Stadtteil. Die Anlage hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig auf der Sparliste der Stadt gestanden. Im Juni 2012 entschied sich die Bürgerschaft nach Protesten von Parteien und Unterschriftensammlungen der Bevölkerung für die Sanierung. Der harte Winter verzögert jetzt den Baufortschritt. Niehus: „Fundamente und Frost vertragen sich nicht." Mit der Eröffnung rechnet die stellvetretende Schwimmbad-Direktorin in den Sommerferien, Ende Juni - Anfang Juli. „Das ist jetzt der Plan." Betriebsleiter Schröder: „Wir haben zwei Wochen verloren, die Betonbirnen waren schon vor dem Schneechaos bestellt." Jel

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