Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. April 2013

Schüler statt fromme Schwestern

Kranenkonvent in der Ernestinenschule nach dreijähriger Sanierung eingeweiht

Bürgermeister Bernd Saxe hat die aufwändig sanierten Räume des Kranenkonvents offiziell eingeweiht. Das nach seinem Stifter, dem Ratsherrn Wilhelm Crane, benannte Beginen Konvent wurde um 1260 erbaut und wird jetzt schulisch durch die Ernestinenschule genutzt. Das Gebäude in der Kleinen Burgstraße 22 ist eines der ältesten Backsteinhäuser Lübecks. Es wurde als Konvent für unverheiratete Frauen und Witwen erbaut, die aus religiösen und wirtschaftlichen Gründen wie Nonnen leben wollten oder mussten. Statt frommer Schwestern speisen nun die Schülerinnen und Schüler im Gewölbekeller: Dank ausgeklügelten Heizungs- und Klimatechnik dient dieser Raum als Mensa. Die aufwändige Sanierung des historischen Gebäudes begann Anfang 2010. Insgesamt wurden fast 1.200 Quadratmeter Grundfläche saniert. Im oberen Bereich entstanden acht neue Klassenräume, zwei Gruppenräume, ein Werkraumtrakt und zwei Verwaltungsräume für die Ernestinenschule. Das Kellergewölbe nimmt die 260 Quadratmeter große Mensa auf. Rechtzeitig zum Schuljahr 2012/13 wurden die Schulräume im oberen Bereich fertig, so dass die Ernestinenschule jetzt über ausreichend Klassenräume verfügt. Im Gegensatz zu den im Hauptgebäude der Ernestinenschule liegenden Räumen wurden neue Klassenräume in einer Größe geschaffen, die den Anforderungen eines modernen Gymnasiums in Verbindung mit dem G8-Abitur und den Anforderungen eines modernen Ganztagsbetriebes entsprechen. Die Sanierung des Gewölbekellers wurde erst acht Monate später abgeschlossen, da eine separate Heizungs- und Lüftungsanlage für den Kellerbereich installiert werden musste. Die Kosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro. Davon stammen 2,2 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm Nationale Welterbestätte (UNESCO).

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