Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 14. Mai 2013

24,9 Prozent sind zuviel

Autor: Hans-Jürgen Martens

Die Linke

Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in der Hansestadt Lübeck mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von zehn Euro pro Stunde ist längst überfällig. Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt in Lübeck der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei 24,9 Prozent. Das sind in Lübeck 14.499 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In Lübeck bekommen 2.670 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Besonders im Einzelhandel sind Niedriglöhne für die Beschäftigten oft die Regel. Auch in Lübeck werden in Billigtextilketten wie z. B. Kik, C&A und H&M Kleidungsstücke, die zu Billigstlöhnen und zu unvorstellbar schlechten Bedingungen von Menschen meist in Asien gefertigt wurden, von NiedriglöhnerInnen verkauft. Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen zurzeit im Einzelhandel für eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge abwehren. DIE LINKE. steht solidarisch an ihrer Seite. 

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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