Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. Mai 2013

Kommunalwahl: Satirepartei holt Sitz

Historischer Tiefstand: Wahlbeteiligung sinkt von 41,6 auf 37,1 Prozent

Es war der Wahlabend der Überraschungen: Bei der Kommunalwahl am Sonntag ist die Partei „Die Partei“ erstmals in die Lübecker Bürgerschaft eingezogen. Bastian Langbehn von der „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ oder eben kurz „Die Partei“ reichten 41 Stimmen, um über die Liste in die ehrwürdige Bürgerschaft einzuziehen. Insgesamt erzielte die Gruppierung, einst entstanden aus einer Sektlaune von Redakteuren des Satiremagazins „Titanic“, 831 Stimmen oder 1,3 Prozent. Da es bei Kommunalwahlen keine 5-Prozent-Hürde gibt, reichte das für den Einzug ins Rathaus. Ebenso wie für die „Freien Wähler“, für die 977 Bürgerinnen und Bürger stimmten - 1,5 Prozent.

Lange bangen musste der Hoffnungsträger der SPD, Jan Lindenau, um seinen Einzug. Zwar hatten ihn die Sozialdemokraten durch Listenplatz 1 abgesichert, damit er nicht wie bei den Kommunalwahlen 2008 den Einzug in die Bürgerschaft verpasst, doch da die Grüne Michelle Akyurt ihn als Direktkandidatin im Wahlkreis 1 schlug, wurde es am Ende eng. Mehr als enttäuschend und gewiss nicht aufs schlechte Wetter allein zurückzuführen die Wahlbeteiligung - sie lag bei nur 37,1 Prozent.  lgt

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