Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Juli 2013

Grundsteinlegung für Hanse-Zukunft

Lübecks Leuchtturmprojekt nimmt Fahrt auf – Zeitkapsel eingemauert

Über 200 geladene Gäste haben am 28. Juni die Grundsteinlegung für das Europäische Hansemuseum im Burgtorviertel gefeiert und dabei zugesehen wie der Dachdeckerlehrling Domenik Jablonski (20) die kupferne Zeitkapsel verlötete, die der Hansemuseums-Architekt Andreas Heller zuvor mit Gegenständen bestückt hat, die sowohl die regionale als auch die internationale Bedeutung des Europäischen Hansemuseums in Lübeck unterstreichen.

Neben einer lokalen Tageszeitung haben die Städte der ehemaligen Kontore der Hansezeit Beiträge für die Zeitkapsel geliefert. So wurde aus Brügge eine Ehrenmedaille, aus London ein Schlüsselanhänger mit einer traditionellen „red phone box" geschickt. Aus dem russischen Welikij Nowgorod wurde eine Dose aus Birkenrinde überreicht und aus Bergen ein Abdruck eines Siegels, welches an einem Brief nach Lübeck aus dem Jahr 1376 befestigt war. Dr. Helmuth Pfeifer, Mitgeschäftsführer der Europäisches Hansemuseum Lübeck gemeinnützigen GmbH, begrüßte die Akteure von Land, Hansestadt und Possehl-Stiftung. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig unterstrich die Bedeutung des Hansemuseums für den Norden: „Hier entsteht etwas von europäischer Dimension". 2014 werde Lübeck beim Hansetag im Mai 2014 mit dem Motto „LÜBECK AUF IMMERWIEDERSEHEN" seine Stellung im Hansebund weiter stärken. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe stellte Aktualität und Atraktivität des Hansegedankens heraus. Mit Blick auf die wachsende Beliebtheit der Hanse sagte Saxe: „Die Hanse hat schon im Mittelalter das gelebt, was Europa heute sei, ein Europa der Regionen in der selbstbewusste Regionen mit ihrer eigenen Identitität und ihrer ganzen kulturellen Vielfalt freiwillig zum Wohle aller zusammenarbeiten." Das sei der Hansegedanke des Mittelalters und das sei auch heute noch der Europäische Gedanke.

Die Vorsitzende der Possehlstiftung Renate Menken erinnerte an Emil Possehl. „Der Stiftungsgründer hätte seine Freude am Europäischen Hansemuseum gehabt." Denn er habe Großprojekte geliebt und was Emil Possehl nicht gefallen habe, das habe Possehl einfach wieder abgerissen.

Renate Menken, die auch Geschäftsführerin der Europäisches Hansemuseum gemeinnützigen GmbH ist, betonte: „Das ist das erste Mal, dass die Possehl-Stiftung so ein Riesending wuppt und dass sie nicht nur die Verpackung stellt. Wir stellen jetzt auch den Inhalt." Jel

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