Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. Juli 2013

Priwall: Jugendherberge in Planung

Architekt stellt Machbarkeitsstudie für Herberge in Priwall-Krankenhaus vor

Der Bad Schwartauer Architekt Rolf Zeschke hat bei einem Ortstermin auf dem Gelände des ehemaligen Priwall-Krankenhauses jetzt eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Deutschen Jugendherberge in Travemünde vorgestellt. Ergebnis der Studie ist, dass in einem der ehemaligen Krankenhaus-Gebäude der Bau einer Herberge mit bis zu 272 Betten möglich ist.

Anlass der Präsentation der Pläne auf dem Krankenhaus-Gelände war ein Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm, dem tourismuspolitischen Sprecher ihrer Bundestagsfraktion Hans-Joachim Hacker sowie Mitgliedern der Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung (BIP). Hiller-Ohm befürwortet den Bau einer Jugendherberge auf dem Priwall. Neben der eher einseitigen Entwicklung mit Feriendörfern, sorge eine Jugendherberge am Standort für eine gute Durchmischung und sei auch pädagogisch sinnvoll. Nach Angaben des Architekten sind drei der insgesamt sieben Häuser auf dem 34.000 Quadratmeter großen Klinikgelände abgängig. In einem der Gebäude, indem sich regelmäßig Senioren zum Singen treffen, gebe es je nach Planungs-Variante zwischen 3.230 und 4.380 Quadratmetern Nutzfläche. Derzeit läuft von Seiten des Deutschen Jugendherbergswerkes die Prüfung der Finanzierung. Je nach Planungs-Variante will das Jugendherbergswerk zwischen fünf und sechs Millionen Euro auf dem Priwall investieren. Neben dem Deutschen Jugendherbergswerk interessiert sich auch die Gemeindediakonie Lübeck für eine mögliche räumliche Mitnutzung in einer neuen Jugendherberge. Denn schon lange diene das ehemalige Pförtnerhäuschen des Krankenhauses als alleiniger Raum für die Kita mit 20 Kindern. „Wir hätten den Wunsch, dass die eingruppige Kita in einer zukünftigen Jugendherberge bei den Planungen berücksichtigt wird", erklärt Gabriele Husheer, Leitung des Kitawerkes der Gemeindediakonie Lübeck auf Anfrage. Grünes Licht für das Projekt kommt auch von dem dänischen Waterfront-Investor Sven Hollesen. Dem Dänen gehört eine Teilfläche auf dem Gelände des ehemaligen Priwall-Krankenhauses: „Wir unterstützen das Vorhaben des Deutschen Jugendherbergswerkes, denn es passt touristisch in unser Gesamtbild." Jel

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