Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. Juli 2013

Rokoko-Tür gibt Rätsel auf

Ölbild ziert Wissenschaftsmanagement – Tür gehört in die Kapitelstraße 4

Das Wissenschaftsmanagement und der Künstler Wolfgang Blockus haben in der vergangenen Woche die Lübecker und Lübeckerinnen dazu ermutigt, den Standort einer Altstadt-Tür zu suchen, die Blockus in den 70er Jahren fotografiert und gemalt hat. „Wir haben hier im Haus der Kaufmannschaft historische Büroräume, arbeiten in einem innovativen Geschäftsfeld und haben leere Wände. Da kommt das Bild wie gerufen“, freute sich  Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen über ein Ölbild der Tür, das jetzt in den Räumen des Wissenschaftsmanagements in der Breiten Straße bewundert werden kann.

Im Gespräch mit dem Künstler stellte sich schnell die Frage, wo denn die Originaltür zu finden sei. Leider wusste der Künstler nicht mehr, in welcher Straße dieser Hauseingang war und ob das Haus überhaupt noch steht. Die Resonanz auf die bisherige Medienberichterstattung war groß. Denn offenbar gibt es mehrere dieser schmuckvollen Rokoko-Türen, die wie Dr. Irmgard Hunecke, Abteilungsleiterin der Denkmalpflege erklärt, zwischen 1750 bis 1770 in Lübeck verbaut worden sind. Die ehemalige Buchhalterin des Tabakwarenhandels Friedrich Nagel, Marianne Meyer, glaubte zumindest fest daran, dass es sich auf dem Schwarz-Weiß-Foto um „ihre“ alte Firmentür in der Alfstraße 38/Ecke An der Untertrave handelt. „Ich wusste sofort Bescheid“, sagt die 86-Jährige. Bescheid wussten aber auch andere Lübecker: Otto Schneider hat die Tür in der Hundestraße 12 gesehen. Claus Strätz in der Dr. Julius Straße 67 - hier soll es sich um das ehemalige städtische Fortbildungszentrum handeln. Detlef Hardt hat das ehemalige Finanzamt in der Fleischhauerstraße/Ecke Königstraße im Blick. Laut Dr. Irmgard Hunecke handelt es sich bei der Tür, die Marianne Meyer in der Alfstraße 38 vermutet, aber nicht um Blockus‘ Tür. Denn die habe symmetrische Flügel. Das Schwarz-Weiß-Foto hingegen, zeige eine asymmetrische Tür. Daher könne es sich bei der Tür in der Alfstraße auch nicht um  Blockus‘ Tür handeln. Die richtige Lösung hatte Frank Garnath parat. Der Lübeck-Liebhaber hat die markante Tür des Café Art in der Kapitelstraße sofort erkannt, weil er sie zuvor in einem Buch über Lübecker-Türen gesehen hat. Jel

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