Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 16. Juli 2013

Der Spuk mit den Zahlen

Autor: Ragnar Lüttke

Die Linke

Wie ernst sind die monatlichen Zahlen aus der Bundesagentur für Arbeit zu nehmen? Dass sie kaum die reale Situation auf dem Arbeitsmarkt widerspiegeln, belegt DIE LINKE Bundespartei Monat für Monat. Offiziell vermeldete Nürnberg für den Monat Juni 10.807 arbeitslose LübeckerInnen. Kranke Arbeitslose und Arbeitslose über 58 Jahren werden, beispielsweise, schon gar nicht mehr offiziell erfasst. Der Verdacht, dass sich die Bundesagentur und die Politik mit der hohen Sockelarbeitslosigkeit und der hohen Zahl Langzeitarbeitsloser abgefunden haben, hat sich mit Veröffentlichungen der bundesweiten Zahlen bestätigt. Schwerer zu vermittelnde Arbeitslose wurden regelrecht ignoriert, schnell zu Vermittelnde schönt die vermeintliche Erfolgsbilanz. Das ist ein Skandal. Unsere Fraktion fordert eine Arbeitsmarktpolitik für Lübeck, die sich aktiv um alle Arbeitslosen kümmert, statt sie nur zu verwalten. Einsparungen, z.B. an Umschulungen, am Personal der Jobcenter sind zurückzunehmen. Die Vermittlung von sozialversicherungspflichtiger, existenzsichernder Arbeit muss Vorrang haben vor einem herbeigeredeten Jobwunder, das massiv auf prekäre Beschäftigung, wie z. B. Zeitarbeit und Saisonstellen, setzt.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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