Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 30. Juli 2013

Mindestlohn muss kommen

Autor: Andreas Sankewitz

SPD

In den kommenden 5 Jahren wollen wir den Wirtschaftsstandort Lübeck stärken, vorhandene Beschäftigung sichern und neue Arbeitsplätze schaffen. Dabei muss es gerechter zugehen. Deshalb unterstützen wir die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von mind. 8,50 Euro und werden bei kommunalen Zuständigkeiten dieser Forderung Nachdruck verleihen. Die Zahlen für den Lübecker Arbeitsmarkt, die das ISP Eduard Pestel Institut auf der Basis aktueller Sozial- und Beschäftigtendaten im Auftrag von ver.di und NGG ermittelt hat, sind erschreckend. Bei 210.000 Einwohnern gibt es in der Hansestadt 8.761 Beschäftigte, die bei einer durchschnittlichen Stundenzahl von 36,7 auf einen Stundenlohn von 5,15 Euro kommen. 11.595 ArbeitnehmerInnen sind zudem als Minijobber für weniger als 8,50 Euro netto beschäftigt. Die Studie ergibt aber auch: Bei der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns würde die Kaufkraft um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag steigen, Geld, dass erfahrungsgemäß weitestgehend der örtlichen Wirtschaft zu Gute kommt. Ebenso wichtig: Der Skandal, dass Firmen sich die Hungerlöhne für ihre Beschäftigten durch den Steuerzahler subventionieren lassen, hätte endlich ein Ende. 

V.i.S.d.P.: Jan Lindenau

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