Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. August 2013

Sieh an: Rathaus wird saniert

Maßnahmenkatalog des Gebäudemanagements • Gesamtkosten von knapp 3,1 Millionen

Das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck hat für das historische Rathaus der Stadt einen Maßnahmenkatalog für dringende Sanierungen am und im Gebäude zusammengestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Bürgermeister Bernd Saxe sowie Vertreter des Gebäudemanagements der Hansestadt Lübeck (GmHL) die Maßnahmen im Einzelnen vor.

 

Sanierung kostet über 3 Millionen Euro

Nach eingehender Analyse und in enger Abstimmung mit dem Bereich Denkmalpflege wurden Gesamtkosten in Höhe von 3.065.000 Euro ermittelt. Voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober wird die Nordfassade eingerüstet, um mit der genauen Mauerwerkskartierung und Bauforschung zu beginnen. Mit Rücksicht auf den Hansetag im Mai 2014 wird mit den Bauarbeiten im Rathaus und der gotischen Südfassade zum Markt mit einer Hängegerüstgestellung erst unmittelbar nach der Veranstaltung begonnen. Im Sommer 2015 sollen die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sein.

Das GMHL hatte mit Zusammenstellung der entsprechenden Kostenberechnungen und Planunterlagen beim Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein im Frühjahr 2013 einen entsprechenden Antrag auf Förderung über Mittel aus dem städtebaulichen Denkmalschutz gestellt. Eine grundsätzliche Förderung bis zu 70 Prozent aus Mitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes aus anteiligen Mitteln des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein ist mit dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein abgestimmt.

Im September ist mit einer Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn zu rechnen. Finanzielle Mittel für die bereits erfolgten Voruntersuchungen, Gutachten und Planungen sowie Einleitung der ersten Maßnahmen stehen im städtischen Haushalt bis einschließlich des Haushaltsjahres 2013 in Höhe von rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Innere und äußere Sanierung

Die Sanierungsmaßnahmen teilen sich in zwei Bereiche: Der „Äußeren Sanierung“ und der „Inneren Sanierung“. Die „Äußere Sanierung“ umfasst die Sanierung und Sicherung der Nordfassade (zur Marienkirche gelegen), die Sanierung und Sicherung der Gotischen Südfassade (zum Markt gelegen), die Sanierung der Schmuckfriese an der Ostfassade (Breite Straße) sowie die Sanierung des Hauptportals in der Ostfassade. Die „Innere Sanierung“ umfasst die statische Sicherung des Dachstuhls über dem Bürgerschaftssaal sowie die Klimatisierung und Restaurierung der Wandmalereien im Bürgerschaftssaal, den Einbau von Fenstern sowie die Erneuerung der Beleuchtung und Restaurierung der Deckenmalerei im Roten Saal und im Kommissarenzimmer und die Reparatur der Fenster im Rathaushof. Die weiteren Planungsschritte zur Ausführungsplanung, Vorbereitung und Vergabeverfahren werden zurzeit eingeleitet. Mit der Maßnahme an der Nordfassade soll, etwa Ende September, Anfang Oktober mit einer Gerüststellung zu genauen Mauerwerkskartierung und Bauforschung als Ausschreibungsvoraussetzung begonnen werden.

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