Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 03. September 2013

Hühnerstall statt Adlerhorst

Fregatten-Kapitän Ruchay wechselt ins Ministerium

Schwerer Abschied von der Fregatte „Lübeck“: Martin Ruchay, Kommandant der Fregatte „Lübeck“, verlässt das 1990 in Dienst gestellte Patenschiff der Hansestadt und wechselt ins Bundesverteidigungsministerium nach Bonn. Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Bernd Saxe empfingen Ruchay im Rathaus. Der Kommandant erklärte, dass die „Lübeck“ nach Werftaufenthalten jetzt wieder in Wilhemshaven liege, 2015 ihren 25-jährigen „Geburtstag“ feiere und im März 2014 wieder Lübeck anlaufe.

Über die Zukunft der Fregatte wollte Ruchay nicht spekulieren, dennoch gebe es erste Gedanken, ob die beiden Schiffe der Bremen-Klasse, die  „Augsburg“ und die „Lübeck“ verkauft werden könnten. „Nahezu baugleiche Einheiten von den Holländern sind nach Südamerika gegangen“, so Ruchay.Der Fregatten-Kapitän und seine 200 Mann starke Besatzung haben mit der „Lübeck“ 2010 an der Nato-Operation Unified Protector vor Lybien teilgenommen und 2011 Handelsschiffe am Horn von Afrika vor Piraterie geschützt. Ruchay wechselt nach 25 Jahren Bundeswehr erstmals in die Planungsabteilung des  Ministeriums. „Bei uns heißt das vom Adlerhorst in den Hühnerstall wechseln - das ist eine ganz andere Welt“ , schaut der Kapitän nach Vorne. Sein Nachfolger an Bord der Fregatte „Lübeck“ wird am 2. Oktober Peter Christian Semrau.            Jel

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